FILMSTADT BERLIN : Senat kassiert höchstens 767 Euro für die Straßensperrung

AUS DER PORTOKASSE

Die Kosten für die Sperrungen des ganzen Quartiers um die Leipziger Straße bezahlt die Filmcrew von Tom Cruise aus der Portokasse. Der Senat kann zwischen 25 Euro und höchstens 767 Euro dafür verlangen, dass er eine „Straßenverkehrsbehördliche Anordnung“ ausstellt. Darüber ist eine Sondernutzungsgebühr möglich – je Tag und Dreh- oder Standort 65 Euro. Bei drei Drehtagen kommen demnach 195 Euro zusammen – sofern der Bezirk das ganze Karree als einen Drehort bewertet. Mögliche Schäden werden ermittelt. „Abnahmen“ des Drehortes gibt es vor und nach den Aufnahmen.

300 FILME PRO JAHR

In der Stadt und ihrer Umgebung werden mehr als 300 Filme im Jahr gedreht. Amerikanische Firmen sind mit elf Großproduktionen dabei. Unterstützt werden die Filmaktivitäten erstmals in diesem Jahr mit Geldern des Deutschen Filmförderfonds, bis Ende 2009 wird die Bundesregierung jährlich 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Nach den bisherigen Erfahrungen bringt jeder Förder-Euro der regionalen Wirtschaft 4,50 Euro ein. DIE HÖCHSTE KINODICHTE

In der Berliner Region gibt es so viele Kinos wie – verglichen mit der Bevölkerungszahl – sonst nirgends in Deutschland: Die Filme lassen sich auf 473 Leinwände betrachten, die sich auf 169 Kinos verteilen. Die Berlinale gibt immer wieder Impulse und die Filmmesse European Film Market hat sich zum wichtigen Branchentreff für das Fachpublikum entwickelt. Zuletzt präsentierten sich hier 259 Unternehmen aus 46 Ländern. ball/C.v.L.

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