Berlin : Filmtheater "Union": Köpenick will es flimmern sehen

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Trotz Abrissgenehmigung für das Filmtheater "Union" will der Bezirk auch weiterhin an dem Kinostandort festhalten. Das bekräftigte Kulturstadtrat Dirk Retzlaff (PDS) am Donnerstagabend vor dem Kulturausschuss. Der Nachweis, dass ein Kino an der Bölschestraße angeblich unwirtschaftlich sei, liege nicht vor, betonte der Politiker. So habe der ehemalige Eigentümer des historischen Gebäudes, Entertainer Wolfgang Lippert, bislang nur Behauptungen aufgestellt.

Wie berichtet, gehört die Immobilie seit kurzem dem Berliner Unternehmer Klaus Zahn. Dieser verkündete allerdings bereits öffentlich, dass er an diesem Friedrichshagener Standort keinesfalls ein Kino öffnen werde. Retzlaff geht aber nach wie vor davon aus, dass auch der neue Grundstückseigentümer an die Klausel gebunden ist, die vor sechs Jahren der damalige Käufer Lippert und die Treuhandliegenschaftsgesellschaft vereinbarten. Danach sei bis 2004 ein Kinobetrieb sicherzustellen. Lippert habe inzwischen, nach Aussage von Retzlaff, beim Senat die Löschung dieser Klausel beantragt. Eine endgültige Entscheidung trifft die Senatsfinanzverwaltung. Diese wolle allerdings ihr Votum von der Stellungnahme des Bezirksamtes abhängig machen, sagte Retzlaff. "Wir haben der Behörde bereits mitgeteilt, dass wir auf einer Kinonutzung bestehen."

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