Filterengpass : Umweltzone: Gelbphase verlängert

Rechtzeitig zu Weihnachten sorgt der Senat für etwas Gerechtigkeit: Wegen Filterengpasses bleibt Januar straffrei.

Stefan JacobsD

 Am Mittwoch verkündete Umweltstaatssekretär Benjamin Hoff: „Wir möchten nicht diejenigen bestrafen, die sich bereits für den Einbau eines Rußfilters entschieden haben, nun aber wegen beschränkter Produktionskapazitäten der Hersteller nicht rechtzeitig die grüne Plakette bekommen können.“ Deshalb bekommen Autofahrer mit gelben Plaketten eine Gnadenfrist und dürfen bis Ende Januar weiter in der Umweltzone fahren. Hunderte warten teilweise seit Monaten auf bestellte Nachrüstfilter für ihre Dieselfahrzeuge. Erst, wenn die neue Abgastechnik eingebaut und in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist, können sie die ab 2010 obligatorische grüne Umweltplakette erhalten.

Die Kulanzregelung war von Handwerkskammer und IHK angemahnt worden. Sie soll auch helfen, den Ansturm auf Zulassungsstelle und Bezirksämter zu bremsen. Im Bezirk Mitte hieß es schon vor einigen Tagen: „Wir brauchen mindestens noch einen Monat, bis wir alle Anträge abgearbeitet haben.“ Von Februar an dürfen „Gelbe“ aber nur noch mit der (25 Euro teuren) Bestätigung über die Filterbestellung innerhalb des S-Bahn-Rings fahren. Sonst drohen 40 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Nach Auskunft der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gibt es von 2010 an bundesweit 40 statt bisher 34 Umweltzonen. Die Beschränkung auf ausschließlich grüne Plaketten gilt aber zunächst nur in Berlin und Hannover. Stefan Jacobs

Infos, Adressen und Formulare: www.berlin.de/umweltzone

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