Berlin : Fingierte Mobilmachung: "Kreiswehrersatzamt" wollte "Anschrift abgleichen"

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Der Anruf kam am Sonnabend kurz nach Mitternacht. Eine weibliche Stimme vom "Kreiswehrersatzamt Berlin" meldet sich beim Reservisten Nils P. in Tiergarten, um "wegen der derzeitigen Situation die aktuelle Wohnanschrift abzugleichen". Die ungewöhnliche Zeit entschuldigt die Frau mit "der großen Zahl der Anrufe", die man machen müsse. Überrumpelt sagt Nils P. zunächst, Adresse und Telefonnummer stimmten. Später kommen ihm Zweifel. "Böswilliger Unfug" sei der Anruf, heißt es bei der Bundeswehr. "Es gibt keine Maßnahmen, Wehrpflichtige oder Reservisten einzuberufen", sagte Gerd Müller vom Verteidigungsministerium gestern. Der mysteriöse Anruf sei bislang ein "Einzelfall". Nils P. rätselt nun, woher die Anruferin von seinem Reservisten-Status wusste und seine Adresse kannte.

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