Berlin : Finnische Strategie

NAME

Betrifft: Zurückgeschrieben „Falsche Experimente mit Schülern?“ in der Tagesspiegelausgabe vom 25. Mai 2002

Der Wunsch, dass alle Schulanfänger möglichst gründlich und kompetent Deutsch lesen und schreiben lernen sollen, wird meines Erachtens nicht von einem Konzept der zweisprachigen Erziehung in der Grundschule gefördert. Wer einmal als Lehrer die Folgen dieser Konzepte der Vergangenheit bei Jugendlichen kennen gelernt hat, weiß das. Keiner dieser Wissenschaftler (und Politiker) würde seinen Kindern eine solche Schule zumuten, es lässt sich leicht von Dahlem aus über Schulkonzepte in Wedding, Neukölln, Kreuzberg schreiben.

Weshalb versuchen wir nicht die finnische Strategie (die nachgewiesenermaßen erfolgreich ist): Vor der Einschulung lernen alle (Migranten-)Kinder deutsch, dann erst werden sie in die normale Schule aufgenommen. Eine solche Vorschule müsste natürlich eine Ganztagsschule sein, die auch Elemente der Bewegungserziehung und der gesunden Ernährung vermittelt.

Wegen der Kosten müssen wir uns keine Sorgen machen: entweder wir finanzieren eine erfolgreiche und sinnvolle Vorschule und Schule, die allen Kindern und Jugendlichen eine Integration ermöglicht oder wir bezahlen die Folgen in Form von erfolglosen Beschäftigungsprogrammen arbeitsloser Jugendlicher und überhöhter Krankenkassenbeiträge wegen ernährungsbedingter Krankheiten.

Franz Horlacher, Berlin-Mitte

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben