Berlin : Fit für die nächste Meisterschaft

Nach dem Erfolg der Fanmeile könnte auch die Europameisterschaft 2008 im Stadtzentrum gefeiert werden

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In zwei Jahren steht das nächste internationale Fußball-Großereignis an: Die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Nachdem sich in den vergangenen drei Wochen die Stadt Berlin – genauer: die Straße des 17. Juni – zum Mittelpunkt des deutschen Fußballguckens entwickelt hat, gibt es Überlegungen, hier auch in zwei Jahren ein Fanfest zu organisieren. Dass dies organisatorisch von der öffentlichen Hand zu meistern ist, hat die Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit bewiesen. Auch der Verkehr ist in der Stadt nicht zum Erliegen gekommen, wie einst vom ADAC befürchtet. Und selbst die Kosten halten sich für die Stadt in Grenzen, gemessen am Werbewert der Fernsehbilder, die um die Welt gehen: Der Senat zahlt rund 1,5 Millionen Euro des Etats der WM-Meile.

„Wir können Berlin nur loben: Das Fanfest wurde unglaublich professionell organisiert“, sagt der WM-Marketingchef der Fifa, Gregor Lentze. Wenn die Spiele der Europameisterschaft auch auf Leinwänden in Berlin übertragen werden sollen, dürfte sich die Fifa allerdings kaum an den Kosten beteiligen. Für die jetzige WM im eigenen Land hatte die Fifa Sponsorengeld und Leinwände für die Fanmeile organisiert und den Etat entlastet.

Klaus Wowereit kann einer erneuten Fanmeile 2008 etwas abgewinnen. Für einen Beschluss wäre es allerdings jetzt, zwei Jahre davor, noch zu früh, sagt der Regierende Bürgermeister. Zumal die deutsche Nationalmannschaft noch gar nicht qualifiziert ist. Offen sei vor allem die Frage der Übertragungsrechte, sagt Senatssprecher Michael Donnermeyer. Bei der WM bekommt das Land sie gratis vom Rechteinhaber Infront. Wie die Uefa – die europäische Fußball-Union – das bei der EM entscheidet, ist noch offen. AG/Ha

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