Fleischskandal : Verdorbenes Fleisch in Imbissbuden verkauft

In Brandenburger Imbissbuden könnte verdorbenes Fleisch verkauft worden sein. Über 800 Kilo überlagertes Putenfleisch aus Gelsenkirchen seien nach Brandenburg geliefert und vor allem zu Dönerfleisch verarbeitet worden.

Mittenwalde/Gelsenkirchen - Brandenburger Imbissbuden könnten in diesem Herbst verdorbenes Fleisch verkauft haben. Die mutmaßlich überlagerte Ware, die Anfang September aus Gelsenkirchen in einen Mittenwalder Verarbeitungsbetrieb gelangt war, sei wohl komplett in den Handel gekommen, teilte der Landkreis Dahme-Spreewald am Montag mit.

Insgesamt gehe es um 815 Kilogramm Putenfleisch, sagte Amtstierarzt Clemens Müller. Nach Angaben der Stadt Gelsenkirchen birgt der Genuss des Fleisches keine Gefahren. In einem Gelsenkirchener Kühlhaus hatten Kontrolleure am Freitag 60 Tonnen Fleisch mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum beschlagnahmt. Der Betrieb hatte die Ware mit falschen Etiketten neu ausgezeichnet.

Das nach Mittenwalde gelangte Fleisch sei größtenteils zu Döner verarbeitet worden, sagte Müller. Auch Imbisse außerhalb der Landesgrenzen seien beliefert worden, unter anderem in Rostock. Wie das Verbraucherministerium mitteilte, stehe auch ein Betrieb im Landkreis Havelland in Verdacht, Fleisch aus Gelsenkirchen erhalten zu haben. (tso/dpa)

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar