Florian Langenscheidt bekommt das Bundesverdienstkreuz : Ausgezeichneter Optimist

Für hilfsbedürftige Kinder brachte der Philanthrop über 30 Millionen Euro zusammen.

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Fast verblüfft es, dass er das noch nicht hatte. Gerade rechtzeitig vor dem internationalen Tag des Glücks, der am Sonntag begangen wird, erhielt Glücksexperte Florian Langenscheidt am Freitag das Bundesverdienstkreuz. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller übereichte es ihm. Im Amtsdeutsch ist da gerne von „Verdiensten um das Gemeinwohl“ die Rede. Tatsächlich schürt der Verleger und Autor das Bewusstsein für Glück in der Gesellschaft mit immer wieder neuen Büchern zum Thema. Und er weiß auch, wie man es vermehrt und dahin trägt, wo es dringend benötigt wird. Gemeinsam mit Freunden gründete er 1994 die Kinderhilfsorganisation „Children for a better World“, die bis heute 30 Millionen Euro Spenden für Kinder in Not eingesammelt hat. Von Anfang an beteiligte er Kinder und Jugendliche am Engagement der Organisation. Dabei sind unzählige, teils sehr kreative Projekte von Kindern für Hilfsbedürftige herausgekommen, die auch eine Menge Glück gestreut haben. Kindern zuzuhören, wie sie darum werben, anderen zu helfen, das macht ihn selbst richtig glücklich. Mit gesunden Mahlzeiten und Formaten zur Entwicklung von Alltagskompetenz unterstützt die Organisation über 10 000 Kinder jährlich. Florian Langenscheidt verbringt immer wieder Zeit damit, Ideen zu generieren, wie man Geld für gute Zwecke auftreibt. Dabei hilft dem studierten Philosophen eine optimistische Lebenseinstellung. Pessimismus habe den Leuten in der Steinzeit weiter geholfen, „wo hinter jeder Ecke ein Säbelzahntiger lauern konnte“. Heute brauche man Optimismus, um wirklich etwas zu bewegen.

Dass glücklich wird, wer andere glücklich macht, das kann man auch bei der Lektüre seiner Bücher lernen. Auch als Business Angel ist der vielseitig engagierte Vater von fünf Kindern aktiv. Außerdem engagiert er sich unter anderem für die Stiftung Lesen und die Deutsche Sporthilfe. Etwa 25 Prozent seiner Zeit widmet er der Philanthropie. Die Auszeichnung will er jungen Menschen widmen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

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