Flüchtlinge : Hungerstreikende mussten ins Krankenhaus

Die hungerstreikenden Flüchtlinge vom Alexanderplatz haben ihre Aktion verschärft. Mit denen vom Oranienplatz gibt es Gespräche.

Sigrid Kneist
Ein Notarzt kümmert sich am Mittwoch am Alexanderplatz um einen hungerstreikenden Flüchtling.
Ein Notarzt kümmert sich am Mittwoch am Alexanderplatz um einen hungerstreikenden Flüchtling.Foto: dpa

Am Alexanderplatz haben die aus afrikanischen Ländern stammenden Flüchtlinge in der Nacht zu Mittwoch ihren Hungerstreik ausgeweitet, sie trinken nun auch nicht mehr. Das führte dazu, dass schon mehrere von ihnen vor Schwäche zusammenbrachen. Bis zum frühen Abend hatte die Feuerwehr acht Einsätze. Sie brachte die entkräfteten Männer in umliegende Krankenhäuser. Zuletzt harrten ungefähr 15 Flüchtlinge am Alexanderplatz aus. Sie hatten am Dienstag angekündigt, eher sterben zu wollen, als den Platz zu verlassen, solange ihre Forderungen nicht erfüllt sind. Sie verlangen unter anderem den Stopp aller Abschiebungen.

Unterdessen gab es am Mittwoch ein zweites Gespräch mit den Integrationsbeauftragten des Bundes und des Senats, Aydan Özoguz und Monika Lüke, und den Flüchtlingen vom Oranienplatz, die auch nach der Räumung des Camps vor vier Wochen ihren Protest dort fortsetzen. Dabei habe die Bundesbeauftragte begrüßt, dass die Flüchtlinge ihren Hungerstreik einstweilen beendet haben, sagte ein Sprecher. Özoguz habe auch weiterhin ihre Hilfe angeboten, auszuloten, welche Möglichkeiten es für die Flüchtlinge gibt, aber auch die Grenzen dessen aufzuzeigen. Allerdings seien auch viele Probleme der Gruppe nur vom Land Berlin und dem Bezirk zu lösen. Das Gespräch dauerte gut zwei Stunden, fünf Flüchtlinge nahmen daran teil.

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