Flüchtlinge in Berlin : Polizisten sind ab jetzt im Dauereinsatz am Lageso

Hunderte Flüchtlinge warten jeden Tag am Lageso, um sich registrieren zu können. Ex-Polizeipräsident Dieter Glietsch setzt jetzt auf verstärkten Einsatz von Sicherheitskräften.

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Am Lageso ist die Sitatuion unter den Flüchtlingen wegen der langen Wartezeit für die Registrierung gespannt.
Am Lageso ist die Sitatuion unter den Flüchtlingen wegen der langen Wartezeit für die Registrierung gespannt.Foto: Kay Nietfeld/dpa

Auf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) an der Turmstraße in Moabit werden verstärkt Sicherheitskräfte eingesetzt. Künftig sollen Polizisten ständig präsent sein. Außerdem wird der Sicherheitsdienst verdreifacht: Statt 24 werden 76 Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes im Einsatz sein, um bei der Betreuung der Flüchtlinge zu helfen. Außerdem sollen sie dazu beitragen, dass die Wartesituation verbessert wird. In Zelten auf dem Nachbargrundstücken werden Tische und Bänke aufgebaut. Seit Monaten herrschen auf dem Gelände chaotische Verhältnisse, da die Behörde mit der Registrierung der neuen Flüchtlinge nicht hinterherkommt.

Die Leiter des Flüchtlings-Koordinierungsstabes, Ex-Polizeipräsident Dieter Glietsch und Staatssekretär Dirk Gerstle, gehen davon aus, dass durch diese Maßnahmen die Situation kurzfristig verbessert werden kann. Seit gestern helfen 15 Soldaten des Wachbataillons dabei, Flüchtlinge zu registrieren. Dafür hat die Polizei Arbeitsplätze in einem Gebäude in der Kruppstraße zur Verfügung gestellt. Am Donnerstag ist in Schönefeld wieder ein Zug mit 400 Flüchtlingen aus Bayern angekommen.

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