Flüchtlinge in Brandenburg : Aufnahmestelle lässt Wohncontainer errichten

GROSSER  ANDRANG

In Brandenburg ist die zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt überfüllt – wie noch nie. Aktuell leben dort 586 Asylbewerber. Kurzfristig wurden zwei Wohncontainer mit 100 Betten aufgestellt, da die Kapazität von 500 Plätzen erreicht war. In den Jahren 2007 bis 2009 hatten dort in der Regel zwischen 50 und 150 Flüchtlinge gelebt.

KRIEGE, KRISEN, ARMUT

Flüchtlinge kommen derzeit vor allem aus Serbien, der Russischen Förderation, Syrien, Afghanistan und Mazedonien in die Mark. Von Eisenhüttenstadt werden sie auf das Land verteilt. Die Kreise haben Schwierigkeiten, Unterkünfte zu finden, was die Lage in Eisenhüttenstadt verschärft. Landesweit leben 1500 Asylbewerber in Wohnungen oder Heimen.

SINTI UND ROMA

Brandenburgs Flüchtlingsrat warnt in einem aktuellen Brief an Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) vor einer Stigmatisierung der Sinti und Roma. Auslöser sind Aussagen des Chefs der Eisenhüttenstädter Einrichtung, Norbert Wendorf, der jüngst Asylbewerber aus Serbien und Mazedonien als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnet hatte.

BARES STATT GUTSCHEINE

Brandenburgs rot-rote Regierung hat die Residenzpflicht für Asylbewerber auf das gesamte Land und Berlin ausgeweitet. Auch bekommen die meisten Flüchtlinge – anders als früher – die Unterstützung bar ausgezahlt. Nur die Kreise Oberhavel, Oberspreewald-Lausitz und

Havelland geben trotz massiver Kritik immer noch Gutscheine aus. thm

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