Berlin : Flüchtlinge zieht’s in die Stadt

Knapp 1000 Menschen beantragten bisher Asyl

Berlin - Auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben wieder viele Menschen Zuflucht in Berlin gesucht. Nach Angaben von Sozialsenatorin Carola Bluhm (Linke) haben im ersten Halbjahr knapp 1000 Menschen in Berlin Asyl beantragt. 2010 waren es insgesamt 1963 Flüchtlinge, die in Berlin registriert wurden. Dies entsprach gegenüber dem Jahr 2008 beinahe einer Verdopplung. Den Angaben zufolge kamen 2010 die meisten Asylbewerber aus Vietnam, gefolgt von der Russischen Föderation, Serbien, Afghanistan, Iran und Irak.

Da es für Flüchtlinge zunehmend schwer wird, selber eine Wohnung zu finden, hat der Senat in dieser Woche mit den sechs großen städtischen Wohnungsbauunternehmen eine Vereinbarung getroffen, wonach diese jährlich ein festes Kontingent von 275 Wohnungen – 125 Einzimmerapartments und 150 Mehrzimmerwohnungen – zur Verfügung stellen. Wie Bluhm mitteilte, befürwortet der Senat seit Jahren, dass Flüchtlinge in eigenen Wohnungen und nicht in Wohnheimen untergebracht werden. Allerdings ist es laut Bundesgesetz vorgeschrieben, dass sie die ersten sechs Wochen nach dem Asylantrag in einer Erstaufnahmeeinrichtung verbringen müssen. Wegen des Flüchtlingsstroms war im vergangenen Winter auch das ehemalige Notaufnahmelager Marienfelde wieder für Asylbewerber geöffnet worden. Tsp

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