Berlin : Fluggesellschaften setzen voll auf Schönefeld

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) hofft, dass die Stadt nach dem gescheiterten Volksentscheid „die Lagerbildung jetzt beendet und ihre ganze Energie in das Großprojekt bei Schönefeld“, steckt, das zum Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) ausgebaut werden soll. Die Schließung des Flughafens Tempelhof sei keine losgelöste Entscheidung, sondern die „unmittelbare Konsequenz für den BBI“ erklärte gestern BDF-Präsident Ralf Teckentrup.

In den 90er Jahren habe die Stadt die Chance verpasst, der zweite Umsteige-Flughafen in Deutschland zu werden. Jetzt gebe es eine neue Möglichkeit und diese sollte „wegen langwieriger Diskussionen nicht noch einmal verspielt werden“, sagte Teckentrup.

Die BDF-Fluggesellschaften unterstützten den BBI-Ausbau in Schönefeld. Wäre Berlin anstelle seiner drei kleinen Flughäfen mit einer zeitgemäßen Infrastruktur ausgerüstet, könnte schon heute weit mehr Passagierverkehr abgewickelt werden, erklärte Teckentrup weiter. Mit mehr als 20 Millionen Passagieren lagen die drei Berliner Flughäfen im vergangenen Jahr nach Frankfurt (Main) und München an dritter Stelle bei den Fluggastzahlen in Deutschland. In diesem Jahr rechnen die Planer mit 21,3 Millionen Passagieren im Berlin-Verkehr. kt

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