FLUGHÄFEN : Auch Emirates resigniert in Berlin

NÄCHSTER RÜCKSCHLAG

Nach dem angekündigten Teilrückzug der Lufthansa vom Flughafen Tegel folgt ein weiterer Rückschlag für den Luftverkehrsstandort: Die Fluglinie Emirates aus dem Emirat Dubai hat ihr Bemühen um Landerechte für Berlin begraben. „Es gibt beim Thema Berlin keinerlei Fortschritt“, sagte Emirates-Chef Tim Clark anlässlich der ITB. Die Verhandlungen mit der Bundesregierung über weitere Landerechte in Deutschland hätten zu keinem Ergebnis geführt. „Wir sprechen nicht mal mehr mit der Regierung.“ Ob die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, sei nicht klar. „Vielleicht ändert sich die Lage, wenn der neue Flughafen in Berlin eröffnet.“

HAMBURG IST ARABERN WICHTIGER

Emirates fliegt bereits von und nach Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg – müsste aber einen dieser Standorte aufgeben, um Berlin anfliegen zu dürfen. So sieht es das geltende Verkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Arabischen Emiraten vor. Die Bundesregierung will der Airline kein fünftes Ziel einräumen, da Emirates Lufthansa und Air Berlin dann noch weitere Marktanteile abjagen dürfte.

AUFATMEN BEI AIR BERLIN

Reisewillige Berliner können also vorerst nicht mit neuen Schnäppchenangeboten rechnen, mit denen Emirates sicher angetreten wäre. Für Air Berlin ist die Kapitulation indes eine gute Nachricht: Die Berliner kooperieren eng mit Emirates-Konkurrent Etihad, der sein Drehkreuz Abu Dhabi nur 130 Kilometer von Dubai entfernt betreibt. kph, rtr

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