Flughäfen in Berlin : Taxi-Ärger: Wie machen's Leipzig und München?

Berlin und Brandenburg streiten darum, welche Taxen an den Flughäfen Schönefeld und am zukünftigen BER Gäste aufnehmen dürfen. Andere Städte sind da weiter.

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Rauslassen: Ja. Aber aufnehmen dürfen Berliner Taxen nicht jeden. 
Rauslassen: Ja. Aber aufnehmen dürfen Berliner Taxen nicht jeden. Foto: MW

BERLIN

Zwischen Berlin und Brandenburg tobt der Revierkampf um die Frage, welche Taxen am Flughafen Schönefeld und künftigen Großflughafen BER Fahrgäste aufnehmen dürfen. Aber es geht auch anders, wie ein Blick nach Leipzig oder München zeigt.

Die Situation in Berlin: Bisher dürfen in Schönefeld und später am BER wie berichtet nur Taxen aus dem Landkreis Dahme-Spreewald gelandete Flugpassagiere einladen. Grund: Beide Airports liegen auf dem Gelände des Landkreises. Berlins Taxifahrer halten das für „absurd“, weil die Airports zur Stadt gehören und direkt an der Grenze liegen.

LEIPZIG

Der Flughafen Halle/Leipzig liegt zwischen beiden Städten – auf dem Gebiet des Landkreises Nordsachsen. Nach dem Bundesgesetz zur Personenbeförderung dürften dort wie derzeit in Berlin nur im Landkreis zugelassene Taxen Passagiere aufnehmen.

Dies wurde aber durch einen sogenannten Behördenvertrag zwischen dem Landkreis und beiden Städten „einvernehmlich besser geregelt, wie der Leipziger Taxiunternehmer Stefan Schmidt sagt. Danach dürfen Taxen aus allen drei Konzessionsbereichen am Flughafen auf Fahrgäste warten.

Und „ganz wichtig“, so Schmidt: Auch die Tarife wurden vereinheitlicht. In Berlin und dem angrenzenden Dahme-Spreewald-Kreis gibt es hingegen noch unterschiedliche Tarife.

MÜNCHEN

Der Münchner Flughafen „Franz Josef Strauß“liegt 28 Kilometer vor der Stadtgrenze auf dem Gebiet der Landkreise Erding und Freising. Seit seiner Eröffnung vor 25 Jahren haben sich die zwei Kreise und München vertraglich auf einen Kompromiss geeinigt.

Danach dürfen Taxen aus allen drei Bereichen am Flughafen Fahrgäste aufnehmen. Zusätzlich gibt es im gesamten Großraum nur einen einheitlichen Fahrtarif. Die Taxiunternehmen aus beiden Kreisen haben also auf ihre Vorrechte verzichtet. Als Gegenleistung dürfen sie an vier zentralen Punkten in der Stadt Passagiere einladen.

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