Flughäfen in der Region : Wohin die Lärmgegner die Maschinen lotsen wollen

05.12.2012 12:30 Uhrvon

Der Flughafenplaner Dieter Faulenbach da Costa, der den neuen Flughafen in Schönefeld für zu klein hält, empfiehlt, die Flughäfen Neuhardenberg und Cottbus/Drewitz mitzunutzen, um den BER in Schönefeld zu entlasten.

NEUHARDENBERG

Der östlich von Berlin liegende Flugplatz wurde in den 30er Jahren für das Militär gebaut. Auch in der DDR wurde er militärisch genutzt. Seit der Wende wird versucht, auch zivilen Verkehr abzuwickeln, was gescheitert ist. Er hat nur eine Start- und Landebahn, die aber auch für Großraumflugzeuge geeignet ist. Zugelassen sind zur Zeit aber nur Sichtflüge. Die Billigfluglinie Ryanair hatte mehrfach angekündigt, ab Neuhardenberg fliegen zu wollen. Es ist aber bisher nicht ermittelt worden, was ein Ausbau für den Zivilverkehr mit mehreren Millionen Passagieren im Jahr kosten würde.

COTTBUS/DREWITZ

Auch diese Anlage ist ein Militärflugplatz aus der NS-Zeit, der nach dem Krieg von der Nationalen Volksarmee (NVA) weiterbetrieben wurde.

Nach der Wende entstand zwar ein neuer Terminal, einen Linienverkehr gab es jedoch nicht. Der Flugplatz hat eine Beton- und eine Graspiste und wird derzeit vorwiegend für Trainingsflüge genutzt. Ein Test mit dem Militärtransporter A 400 M wurde im vergangenen Jahr – ohne Angaben von Gründen – vorzeitig abgebrochen. Auch Pläne, hier einen Frachtflughafen einzurichten, sind gescheitert.

ALTERNATIVEN

Bei der Suche nach einem Standort für einen neuen Flughafen waren Anfang der 90er Jahre angeblich über 50 Varianten untersucht worden. Entschieden hat man sich am Schluss für den Ausbau in Schönefeld. Dort soll der Luftverkehr konzentriert werden.

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