Update

Flughafen Berlin Brandenburg : Neuer BER-Technikchef geht schon wieder

Vor einem Monat holte der damalige BER-Chef Mühlenfeld den Unternehmensberater Christoph Bretschneider. Jetzt ist auch der wieder weg. Der Chef des Stromnetzbetreibers 50Hertz, Boris Schucht, soll in den Aufsichtsrat.

Jörg Marks, bis heute Geschäftsleiter Technik und Bau der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.
Jörg Marks, bis heute Geschäftsleiter Technik und Bau der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.Foto: dpa

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH trennt sich von BER-Technikchef Christoph Bretschneider. Er war vor knapp einem Monat vom ehemaligen BER-Chef Karsten Mühlenfeld geholt worden, nachdem dieser überraschend den Ex-Technikchef Jörg Marks entlassen hatte - gegen den Willen des Präsidialausschusses des Aufsichtsrates, was wiederum zur Trennung von Mühlenfeld führte. "Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und Herr Christoph Bretschneider haben den vom ehemaligen Geschäftsführer geschlossenen Beratervertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufgehoben", teilte die Flughafengesellschaft am Freitag mit.

Nun ist Mühlenfeld bekanntlich nicht mehr BER-Chef, was auch mit seiner einsamen Entscheidung gegen Marks zusammenhängt. Unter neuer Führung war der alte Technikchef Marks wieder zurückgeholt worden. Bretschneider hatte wegen der Turbulenzen faktisch seine Arbeit gar nicht richtig aufnehmen können.

Boris Schucht soll Aufsichtsratsmitglied werden

Der Chef des Stromnetzbetreibers 50Hertz, Boris Schucht, soll Aufsichtsratsmitglied der Berliner Flughäfen werden. Der Manager werde auf Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) in das Kontrollgremium entsandt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Senatskreisen.

Der Aufsichtsrat ist auch für das krisengeplagte Projekt neuer Hauptstadtflughafen zuständig. Im Führungsstreit um den Bau hatte es in den vergangenen Wochen zahlreiche Personalwechsel gegeben, so zogen sich Müller und seine Senatoren aus dem Aufsichtsrat zurück. Mit der Benennung Schuchts wäre das Gremium wieder komplett. (Tsp, dpa)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

53 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben