Berlin : Flughafen-Konzept: Der Airport in sieben Ordnern

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Bei der Flughafengesellschaft beginnt jetzt das große Rechnen. Gestern hat das Konsortium "Berlin Brandenburg International Partner GmbH (BBIP), das die Flughafengesellschaft übernehmen will, sein Konzept zur Privatisierung und zum Bau des Flughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld abgegeben. Verpackt ist es in sieben Ordnern.

Jetzt werde geprüft, ob das Angebot in technischer und finanzieller Hinsicht den Ausschreibungsbedingungen entspreche, sagte der Geschäftsführer der Projektplanungsgesellschaft Schönefeld (PPS), Michael Pieper. Die PPS ist für die Privatisierung zuständig. Wenn das Angebot "verhandlungsfähig" sei, sollen die Vertragsgespräche zügig beginnen, so Pieper weiter.

Der angebotene Kaufpreis liegt, wie berichtet deutlich unter 500 Millionen Mark. In der ersten Runde hatte das Hochtief-Konsortium mit einem Angebot von 635 Millionen Mark das Rennen gemacht. Der Zuschlag war auf Intervention des unterlegenen IVG-Konsortiums aber gekippt worden. Jetzt haben beide ein gemeinsames Angebot abgegeben. Ende August sollen die bisherigen Gesellschafter - Berlin, Brandenburg und der Bund - entscheiden, ob die Vertragsverhandlungen aufgenommen werden.

Das vorgelegte Flughafen-Konzept orientiert sich an den von der Flughafengesellschaft entwickelten Plänen. Danach entsteht zwischen den beiden Start-und Landebahnen zunächst das Empfangsgebäude mit einem so genannten Querriegel, an dem die Flugzeuge andocken. Insgesamt können bei Bedarf zwei weitere Querriegel gebaut werden, die unterirdisch verbunden werden.

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