Flughafen Schönefeld : Für 25 Euro geht's auf den neuen BER-Tower

Die Mitglieder des "Lions Club" gehen auf Flughafen-Tour und dürfen den 72 Meter hohen Kontrollturm des neuen Flughafens besichtigen. Na hoffentlich fällt nicht der Aufzug aus.

Klaus Kurpjuweit
Am BER läuft nichts? Pah, von wegen! Der Tower ist seit März 2012 in Betrieb.Weitere Bilder anzeigen
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06.03.2014 12:30Am BER läuft nichts? Pah, von wegen! Der Tower ist seit März 2012 in Betrieb.

Alles ist möglich – wenn die „richtigen“ Leute dabei sind. Sogar das Besichtigen der Kanzel im Kontrollturm der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf dem BER-Gelände in Schönefeld, in dem die Lotsen schon seit zwei Jahren arbeiten. Wenn der Chef der DFS Mitglied im Lions Club ist, kann schon mal zu einer solchen Erkundungstour eingeladen werden.

Der Ärger über die Bauverzögerungen am BER sei das Glück für Sie, heißt es in der Einladung für den 15. und 16. März. Denn nach Inbetriebnahme sei das Betreten des Fluggeländes und des Towers nicht mehr möglich. Noch sind die Termine nicht ausgebucht. Vielleicht ist das Interesse aber auch nicht mehr so groß, denn bereits in den vergangenen zwei Jahren habe es solche Einladungen über den Lions Club gegeben, sagte DFS-Sprecher Stefan Jaekel. Für jeden öffnen sich die Türen am Tower aber nicht. Einen Bezug zur Luftfahrt müsse es schon geben, sagte Jaekel weiter.

Flughäfen in Berlin und ihre Tower
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06.03.2014 12:30Am BER läuft nichts? Pah, von wegen! Der Tower ist seit März 2012 in Betrieb.

Und die Mitglieder des Lions Clubs haben immerhin eine Abteilung Lions Club Berlin-Airport. Ansonsten sind vor allem Bewerber willkommen, die Fluglotsen werden wollen. Um in den Tower zu gelangen, müssen sie aber erst den Lotsen-Test bestanden haben. Bei den Lions-Club-Besuchern reicht eine Spende in Höhe von 25 Euro, die an gemeinnützige oder soziale Einrichtungen fließt.

Die Besichtigung ist aber auch mit einem hohen Risiko verbunden: Weil nicht garantiert werden kann, dass die Aufzüge stets funktionieren, müsse man in der Lage sein, die sieben Stockwerke des Turms auf einer Außentreppe mit rund 250 Stufen abwärts zu bewältigen, warnen die Organisatoren. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit soll es bereits geschafft haben.



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