Nachnutzung Flughafen Tempelhof begehrt wie nie

Bewegt die Gemüter: Der Streit um die Schließung des Flughafen Tempelhof hat jetzt zur Gründung einer "Tempelhof-Partei" geführt. - Foto: ddp

Die Zahl der Anfragen von Nutzern nimmt stark zu. Bis zu 30 Anrufe gibt es täglich. Auch für die Modemesse Bread and Butter gibt es bereits viele Buchungen.

Der Flughafen Tempelhof ist seit der Stilllegung des Betriebs gefragt wie nie: Bis zu 30 Anrufe gehen täglich beim Verwalter des 284 000 Quadratmeter großen Gebäudekomplexes ein. Clubs und Veranstalter, Vereine und Betriebe wollen Haupthalle und Hangars, Rollfeld und Flughafenrestaurant nutzen. Von einer „hervorragenden Resonanz“ auf seine Berlin-Pläne berichtet auch der Chef der Modemesse Bread and Butter: Die Schau kehrt im Juli von Barcelona nach Berlin zurück und ist die erste Großveranstaltung der neuen Berliner „Entertainment-Location“.

„Schon heute haben sich 300 Marken fest angemeldet“, sagt der Chef der Modemesse Karl-Heinz Müller. Einen Teilnehmerrekord strebe er aber nicht an. Es gehe vielmehr darum, das Niveau der Messe in Berlin anzuheben. Dazu sollen „imageträchtigere Marken“ gewonnen werden, sagte er. Müller kommt gerade aus Amsterdam zurück und berichtet voller Begeisterung von Gesprächen mit den Verantworlichen von Nike und G-Star. Anfragen des Modemultis Ralph Lauren und vom Trendlabel Stone Island lägen auch schon vor.

Bereits Monate bevor die Bread and Butter öffnet, ist die Modebranche in Tempelhof gelandet: Das mexikanische Label Andre Badi nutzte das Areal kürzlich für Fotoshootings. Bei der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (Bim), die für die Verwaltung des Geländes zuständig ist, berichtet man auch von Dreharbeiten für die TV-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf dem Airport.

Einige der täglichen Anfragen, so Bim-Sprecherin Katja Potzies, beträfen die Nutzung von Lagerflächen oder Garagen. Im Gespräch sei der Airport ferner als Standort für eine Messe über regenerative Energien sowie für eine Veranstaltung rund um das Thema „Freeclimbing“.

Dagegen ist es ungewiss, ob der Bundespresseball vom Hotel Intercontinental nach Tempelhof umzieht. Von einem unterschriftsreifen Mietvertrag ist noch keine Rede – weder bei der Bim noch bei den Veranstaltern des Balls. Ausgeschlossen wurde die Verlegung der Veranstaltung schon in diesem Jahr. Vom Tisch sind vorerst auch Pläne für ein Berliner „Woodstock“-Festival auf dem Areal.

Große Lücken klaffen aber nicht mehr im Veranstaltungsplan: Zwei Wochen nach der Bread and Butter findet – ebenfalls im Juli – das weltgrößte Festival der Musikfeuerwerke „Pyromusikale“ statt. Im September holen die Läufer des Berlin-Marathons Startnummern ab und schlendern über die Sportmesse „Vital“. Im selben Monat findet das Internationale Reit- und Springturnier („Hauptstadtturnier“) auf dem Gelände statt – und im November die Marathon-Staffel. Zwischen Weihnachten und Neujahr möchte der Chaos Computer Club im Flughafen seinen jährlichen Kongress mit 2000 Teilnehmern veranstalten. Verhandlungen dazu laufen.

Einen ordentlichen Ertrag bringen auch die täglichen Führungen, allein im Dezember 15 000 Euro. Die Einnahmen aus Führungen, Veranstaltungen und Vermietung werden aber erst in Jahren die laufenden Kosten des Baudenkmals decken. Eine zurzeit laufende Ausschreibung der technischen Bewirtschaftung des Areals soll aber helfen, die Kosten zu senken.

55 Kommentare

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    • von zermin
    • 23.03.2009 22:30 Uhr
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    Flughafen Tempelhof Gegenstand eines Bürgerbegehrens am 7. Juni 2009

    Das bürgerbegehren mit dem Titel Den Flughafen Tempelhof erhalten, als Weltkulturerbe schützen wurde jetzt erfolgreich beendet.
    beim Wahlleiter wurden insgesamt 10.417 Unterschriften abgegebenen – davon wurden insgesamt 7733 Stimmen als gültig anerkannt, so das Aktionsbündnis www.be-4-tempelhof.de.
    Am 18. März 2009 hat das bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von berlin gemäß § 45 Abs. 3 und 4 bezVG festgestellt, dass das bürgerbegehren "Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten - als Weltkulturerbe schützen" zustande gekommen ist.
    inzwischen wurde auf der letzten bezirksverordnetensitzung am 18. März 2009 beschlossen, dass es am 07. Juni 2009 zum ersten bürgerentscheid in Tempelhof-Schöneberg kommt.
    Ziel des bürgerbegehrens ist der Erhalt des Flughafens Tempelhof in seiner Gesamtheit, eine Erweiterung des Denkmalschutzes auf die Gesamtanlage und eine zukünftige Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe.
    Auch für das neue „Volksbegehren für das Weltkulturerbe Tempelhof und mehr Transparenz in der Politik“ wurden inzwischen über 90 Prozent der notwendigen Unterschriften gesammelt. Thema ist auch hier der Erhalt des Flughafens als Weltkulturerbe analog zum bürgerbegehren. Außerdem soll das Volksbegehren endlich mehr Transparenz in die Senatspolitik bringen. Mit Regelungen zur Akteneinsicht, zum Verbot von Aufsichtsratsmandaten und der Offenlegung von Einkünften bei Senatsmitgliedern wird das Volksbegehren daher ein Meilenstein in Sachen demokratischer Kultur in berlin und Deutschland sein.
    Das Aktionsbündnis www.be-4-tempelhof.de appelliert nochmals an alle berliner, den Flughafen Tempelhof als herausragendes Denkmal zu erhalten und sowohl den bürgerentscheid am Tag der Europawahlen, als auch die Unterschriftensammlung zum Volksbegehren für das Weltkulturerbe Tempelhof und mehr Transparenz in der Politik zu unterstützen.
      • von uwemohrmann
      • 24.03.2009 09:12 Uhr
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      Antwort auf zermin vom 23.03.2009 22:30 Uhr

      das spricht

      doch wohl bände, wenn 10417 Stimmen abgegeben wurden und nur 7733 gültig waren, über diesen obskuren Verein, der uns Steurzahle nur Geld kostet. Eine Unverschämtheit
    • von eli_genf
    • 23.03.2009 22:44 Uhr
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    Na, toll

    Der Flughafen Tempelhof ist seit der Stilllegung des betriebs gefragt wie nie.

    Dagegen ist es ungewiss, ob der bundespresseball vom Hotel intercontinental nach Tempelhof umzieht. Von einem unterschriftsreifen Mietvertrag ist noch keine Rede – weder bei der bim noch bei den Veranstaltern des balls. Ausgeschlossen wurde die Verlegung der Veranstaltung schon in diesem Jahr. Vom Tisch sind vorerst auch Pläne für ein berliner „Woodstock“-Festival auf dem Areal.

    Einen ordentlichen Ertrag bringen auch die täglichen Führungen, allein im Dezember 15 000 Euro.
    • von uwemohrmann
    • 24.03.2009 09:06 Uhr
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    eli_genf

    Engagieren Sie sich eigentlich um ihre Schweizer Geldskandale auch so, wie um Tempelhof?
      • von 1.wahlberliner
      • 24.03.2009 16:01 Uhr
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      Antwort auf uwemohrmann vom 24.03.2009 09:06 Uhr

      WAS WOLLEN SIE DAMIT SAGEN uwemohrmann

      Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
      Stossen Sie sich daran, das selbst Ausländer die idiotie der Schliessung THF erkannt haben ??
      • von uwemohrmann
      • 24.03.2009 16:08 Uhr
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      Antwort auf 1.wahlberliner vom 24.03.2009 16:01 Uhr

      hab ich doch

      an andrer Stelle schon geschrieben.Die Schweizer verbitten sich ja auch jegliche Einmischung in ihre obskuren Geldgeschäfte und dieses ereifern kommt mir sehr merkwürdig vor.
      • von jim_de_la_hunt
      • 24.03.2009 17:05 Uhr
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      Antwort auf uwemohrmann vom 24.03.2009 16:08 Uhr

      Au weia

      Diese Art zu diskutieren, passt doch besser
      zur bl..-Zeitung.
      Objektivität unmöglich...
      • von 1.wahlberliner
      • 24.03.2009 16:11 Uhr
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      Antwort auf uwemohrmann vom 24.03.2009 09:06 Uhr

      HABEN SIE SCHON VERGESSEN, uwemohrmann

      Dass sich eine Schweizerin um die Nachnutzung von THF kümmert,
      und uns in dieser Angelegenheit schon einiges bizarres vorgejodelt hat. Komisch, daran, dass sie Schweizerin ist haben Sie nie Anstoss genommen.
      Sind Sie sicher, dass diese Dame ihre Frage:
      Engagieren Sie sich eigentlich um ihre Schweizer Geldskandale auch so, wie um Tempelhof, mit ja beantwortet`?
    • von f.u.
    • 24.03.2009 10:01 Uhr
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    Gibt es Pläne für einen Abriß ?

    Oder was soll dieser weinerliche Aufruf "den Flughafen Tempelhof als herausragendes Denkmal zu erhalten"?

    Meine Nein-Stimme haben sie sicher, da ich als Tempelhof-Schöneberger abstimmen kann.

    F.U.
    • von segelflieger
    • 24.03.2009 11:23 Uhr
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    von uwemohrmann uwemohrmann hat leider kein Bild | 24.03.2009 08:06:39 Uhr eli_genf Engagieren Sie sich eigentlich um Ihre Schweizer Geldskandale auch so, wie um Tempelhof?

    Was haben die Schweizer(?) Geldskandale mit dem Flughafen Tempelhof zu tun?>>>ihr Text<<<<

    uwemohrmann, warum immer so beleidigend? Fällt ihnen nichts mehr ein, z.b. zur Schaffung von vielen Arbeitsplätzen usw. auf dem Tempelhofer Feld! Es wird bisher immer über die eventuell stattfindenden Events gesprochen, aber geflissentlich verschwiegen, daß diese kaum Arbeitsplätze schaffen!Leserkommentatoren die Arbeitsplätze auf dem Tempelhofer Feld fordern werden leider immer unqualifiziert nieder gemacht! berlin braucht ja als Hauptstadt der Arbeitslosen und Hartz-iV-Empfänger keine neuen Arbeitsplätze! berlin ruht sich auf der Schlußlichtposition der der bundesländer aus, und hält immer die Hand weit auf wenn der Senat Geld aus dem Länderfinanzausgleich fordert! Die Menschen in diesen Geberländer müssen dieses Geld erarbeiten, berlin bekommt vieles davon und der Senat verschleudert es mit unsinnigen Dingen wie z.b. Luftschlösser-Nachnutzungspläne auf Tempelhof! Woher will der Senat die ca. 14-15 Mio. Euro welche die Nachnutzung kosten, hernehmen?
    Die Stadt zerstört hervorragende infrastrukturen wie Tegel (TXL)und Tempelhof (THF), so daß neue Arbeitsplätze dann am neuen bbi angesiedelt werden! Die Stadt braucht ja keine neuen Steuereinnahmen? uwemohrmann und andere werden jetzt schreiben: immer das gleiche! Aber die Forderung nach Arbeitsplätzen muß man halt dauernd vortragen!
    uwemohrmann, bevor Sie jetzt über mich schimpfen, überlegen Sie einmal wie man viele Arbeitsplätze nach berlin bringen kann, woher das Geld für die Nichtnachnutzung des Tempelhofer Feldes und woher das Geld z.b. für die Sanierung der vergammelten Schulen und Staßen berlin kommen soll? Schreiben Sie es!
      • von uwemohrmann
      • 24.03.2009 12:01 Uhr
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      Antwort auf segelflieger vom 24.03.2009 11:23 Uhr

      eigentlich

      ist es ja völlig überflüssig auf ihre objektiven ausgewogenen Mitteilungen zu antworten. Sie dienen wegen Vielfältigkeit aber doch immer wieder der Erbauung. Und zu dem evtl Genfer, die Schweizer verbitten sich ja auch jede Einmischung in ihre obskuren Geldgeschäfte, da wird man doch mal fragen dürfen, warum er sich hier in diesem ehemaligen Flughäfchen so engagiert.
  • Toll

    Noch provinzieller geht ja wohl nicht, da hat ja Castrop-Rauxel 24/7 mehr zu bieten als T'hof.

    bin sowieso dafür, West-berlin komplett platt zu machen und Groß-berlin, "Hauptstadt der DDR", dort aus dem boden zu stampfen, denn mittlerweile sieht es in den besagten 2/3 der Stadt so abwechslungsreich aus wie in der Wüste Gobi...

    Dann können auch dort Zugezogene, Terror-Touristen und gröhlende Pub-Crawler-Punk-Horden mal so richtig die Sau rauslassen - wie in allen so genannten Ostberliner "Szene"-Vierteln.

    "berlin - the place to be!"
    • von phantomias
    • 24.03.2009 11:44 Uhr
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    Verschiebe-Flughafen

    Nachfrage in Tempelhof - das liest sich gut, wenn man nicht wüßte, dass die Events, die sich jetzt hier bewerben, auch woanders in berlin stattgefunden hätten, wie bespielsweise der Presseball.

    Auch hier gilt immer noch: kein Konzept, kein Gewinn für die Stadt.
    • von jb
    • 24.03.2009 12:16 Uhr
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    uwemohrmann spricht Bände

    Haben Sie einmal daran gedacht, dass die grosse Diskrepanz zwischen abgegebenen und gültigen Unterschriften daran liegen könnte, dass viele unterschrieben haben, die nicht in THF-Schöneberg stimmberechtigt sind? Und die möglicherweise nicht kapiert haben, dass es diesmal nur auf dieser bezirksebene um THF geht, nicht auf berliner Ebene...?

    Und ansonsten scheinen Sie ja wirklich ein irrsinnges Problem mit direktdemokratischen Mitteln zu haben. bürgerinitiativen mögen Sie dann wahrscheinlich auch nicht besonders, politische Parteien, die ja auch reichlich Steuergeld bekommen, vermutlich ebenfalls nicht...
    • von buerger1
    • 24.03.2009 12:34 Uhr
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    15000....

    berlin erlebt immer mehr altersarmut – jedes dritte kind wächst in armut auf...

    und ein flughafen - um den uns die halbe welt beneidet - bringt sage und schreibe monatlich 15000 euro in den stadtsäckel ein. das es gleichzeitig über 1 Millionen kostet wird nicht mehr erwähnt.

    15000! soviel verdient am frankfurter flughafen der kleinste zeitungsladen täglich.

    aber die aussichten sind rosig. clubs etc wollen mieten. wissen sie eigentlich wie die berliner club-szene funktioniert.

    heute da, morgen dort, dazu flaschenbier für 2 euro an der steuer vorbei...

    wenn das die interessante investoren sind, dann melde ich mich auch sofort an. um meinen nächsten geburtstag dort feiern.

    man oh man berlin, mach nur so weiter...
    • von halbliter
    • 24.03.2009 12:44 Uhr
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    Berlin bereit für große Messen

    Na, langsam wird´s doch!

    Und vielleicht geht dem ein- oder anderen langsam ein Lichtlein auf, dass eine vermeintlich billige Vermietung der gesamten immobilie als Lager an die Filmindustrie Nonsens wäre.

    bread&butter hat barcelona 100.000.000 € eingebracht. Da kann sich jeder ausrechnen, wie viel Arbeitsplätze das sind.
    Und das für nur 2 Monate Vermietung in berlin.

    Weitere Events werden folgen. berlin ist nun für die richtig großen Messen gewappnet (träume von der iAA in Tempelhof).

    Wenn ich daran denke, dass da in den letzten Jahren täglich nicht mal 1000 Personen an- und abflogen (Tegel >30.000), ein ungeheurer Gewinn für berlin.

    Diesen tollen Flughafen mit dem Flugbetrieb für andere Nutzungen weiterhin auszusperren, wäre ein Fehler gewesen.
    Flugbetriebfans sollten sich vielleicht nen ferngesteuertes Flugzeug kaufen. Wenn dann hoffentlich bald mal die Tore geöffnet werden, können sie nach Herzenslust Flughafenbetrieb spielen.
    Diese bürgerbegehren aber sind einfach nur vollpeinlich. Fluglärm zum Weltkuturerbe zu erklären! Was als nächstes: Autobahnenbetrieb als Weltkulturerbe? Zu berlin gehörender baulärm Weltkulturerbe?
      • von dros
      • 24.03.2009 15:16 Uhr
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      Antwort auf halbliter vom 24.03.2009 12:44 Uhr

      Das mit dem Geld

      Also das mit den 100 Mio die barcelona verdient haben will, möchte ich gerne mal irgendwo quellenmäßig belegt haben.

      ich bin selbst in der Messeszene aktiv gewesen und glaube das einfach nicht. Diese Angaben lassen sich meiner Meinung nach nicht seriös erheben. Das klingt eher nach einer Vermutung des Veranstalters um seine Messe zu pushen.

      Nur weil es oft wiederholt wird, wird es halt nicht richtiger.

      THF hat funktioniert, da hätte man drauf aufbauen können. Das wurde von wenigen nicht gewollt, die wollen jetzt experimentieren. Es ist jetzt teurer als vorher. Das ist ein Fakt, im Gegensatz zu irgendwelchen auftauchenden Phantasiezahlen.
      • von bigtomcat
      • 24.03.2009 21:50 Uhr
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      Antwort auf halbliter vom 24.03.2009 12:44 Uhr

      @halbliter

      Da Klaus W. und seine "finanzkräftigen?" Handlanger den lukrativen Flugbetrieb in THF massiv durch Ansetzen von Daumenschrauben-Methoden kaputt gemacht haben, ist es kein Wunder, daß zum Schluß nur noch ganz wenige Mutige dort vor Ort waren.

      Ein ordentlicher betrieb auf diesem Flughafen hätte zu einer maßgeblichen Entlastung von SXF geführt. Nur das merkt man dann erst wenn THF zu einer Müllkute verkommen ist, weil die ganzen angedachten Szenarien sich plötzlich in Luft auflösen werden.

      Mit einer vernünftigen Planung hätte man den jetzt leerstehenden bereich für die meisten der noch in bonn vor sich hinwurschtelnden Ministerien gestalten, das AlliiertenMuseum ansiedeln und nebenbei auch die Fliegerei ermöglichen können.

      Die kürzlich bei SXF bekannt gewordenen Arbeitszeit-Skandale werfen ein weiteres negatives Licht auf die Leute, die hier und dort verantwortlich tätig sind. Spätere Schäden, die durch schlampige Ausführung der Sub-, Sub-, Sub-Unternehmer entstehen, muß dann wieder der Steuerzahler bezahlen, da die feinen Herren ihre betriebe in den "gesunden Konkurs" gesteuert und ihre "Schwarzen Kassen" schon längst wieder in Sicherheit gebracht haben.

      ich wünsche den Organisatoren der Unterschriften-Aktion noch weiterhin Durchhalte-Vermögen.....

      bTC
      • von halbliter
      • 25.03.2009 01:17 Uhr
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      Antwort auf bigtomcat vom 24.03.2009 21:50 Uhr

      Lukrativ

      @bigtomcat:
      Was denn für finanzkräftige Handlanger? Häh?
      Finanzkräftig waren doch vielmehr die, die aus dem Flughafen einen reinen Geschäftsflughafen machen wollten.
      Der Schließungsentscheid als Verkehrsflughafen war ja schon längst entschieden (1996) und gerichtsfest. Da war Wowi noch einfacher Abgeordneter.
      Wowi war auch nie gegen THF, sondern immer für bbi. Den Unterschied kapieren bis heute leider viele nicht, weil juristische Zusammenhänge sich nicht jedem offenbaren (bitte keine Giemulla-Diskussion).

      Lukrativ war der Flugbetrieb auch nicht. Nicht nur in den letzten Jahren, sondern schon lange. Einfach weil das Gebäude nicht anderweitig genutzt werden konnte und viele Gelder verschlang. Eigenartig auch, als plötzlich angeblich interessierte investoren auftauchten, als die Sache gegessen war. Wo waren die vorher - in den 80ern, 90ern oder 00er?
      • von bigtomcat
      • 25.03.2009 20:31 Uhr
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      Antwort auf halbliter vom 25.03.2009 01:17 Uhr

      @halbliter

      Tut mir ja leid, daß ich vergessen habe, den "ehrenwerten" Herrn Diepgen und seine Finanzjongleure namentlich zu erwähnen.

      bTC
    • von tt
    • 24.03.2009 12:49 Uhr
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    Be-4-Nachnutzung!

    Wann endet eigentlich dieses wehleidige 'LasstUnsUnserenFlughafenTempelhofSchützenUndNachnutzungVerhindern'-Gelaber?!

    Wir sollten froh sein über eine derartige Eigendynamik. Das Potenzial ist groß! ich freue mich über jeden Tag ohne Flugverkehr mitten in der Stadt.

    Was ist mit dem 'Woodstock Revival'?
    • von tt
    • 24.03.2009 13:14 Uhr
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    Die Kostensituation....

    ...war doch auch VOR der Entscheidung gegen THF seit Langem katastrophal, werter 'buerger1'. Das ist nicht neu.
    • von jb
    • 24.03.2009 13:50 Uhr
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    @halbliter

    "Diese bürgerbegehren aber sind einfach nur vollpeinlich. Fluglärm zum Weltkuturerbe zu erklären!"

    Voll peinlich ist diese Aussage von ihnen. Wo kein Fluglärm mehr ist, kann er auch nicht zum Weltkulturerbe erklärt werden. THF ist der erste Flughafen WELTWEiT, der alle wesentlichen Funktionsmerkmale eines Verkehrsflughafens, die heute noch Gültigkeit haben, auf sich vereinte. Darum ist er absolut wegweisend und von weltweiter bedeutung. Nicht umsonst sagte Richard Rogers, THF sei "the mother of all airports"!!!!!

    Das Weltkulturerbebestreben ist daher ohne weiteres nachvollziehbar und historisch-architektonisch begründbar.
      • von halbliter
      • 25.03.2009 01:34 Uhr
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      Antwort auf jb vom 24.03.2009 13:50 Uhr

      keine Rundflüge mehr?

      jb: "THF ist der erste Flughafen WELTWEiT, der alle wesentlichen Funktionsmerkmale eines Verkehrsflughafens, die heute noch Gültigkeit haben, auf sich vereinte. Darum ist er absolut wegweisend und von weltweiter bedeutung."

      Da stimme ich mit ihnen überein. ich war immer Tempelhof-Fan und bin noch heute von diesem Flughafen begeistert.
      Das heißt aber nicht, dass wir den bis in alle Ewigkeit offenhalten.
      Wenn ich neben die erste Autobahn einen Neubau setze, der wirtschaftlicher, leistungsfähiger und umweltverträglicher ist, werde ich doch nicht die alte Autobahn weiter offenhalten, nur weil sie die erste war.

      Wenn ich einen modernen Hafen baue, dann lasse ich doch das alte Museumsstück nicht weiter laufen, zumal wenn es hohe Kosten verursacht.

      Und so wird Tempelhof weiter existieren, aber mit anderer, wirtschaftlicher und umwelt-/umfeldverträglicherer Nutzung. Der Flugbetrieb wird nicht mehr benötigt. Darüber sollten wir uns doch endlich mal freuen, dass das Tempelhofer Feld wieder uns bürgern zugänglich gemacht wird. Weniger Angst vor Veränderung, die muss man nicht haben!

      Anbei: Ein Flughafen hat meist eine Lebensdauer von etwa 50 Jahren, Tempelhof hat deutlich länger durchgehalten. Und wird uns alle noch überleben, aber nun eben ohne Flugbetrieb.


      Weltkulturerbe:
      Vorfeld und Gebäude sind und bleiben denkmalgeschützt. Das angestrebte Weltkulturerbe beinhaltet den Flugbetrieb. Darum geht es. Und das ist peinlich.
      Nicht nur, dass sowieso keine behörde Deutschlands heute noch einen innerstädtischen Flughafen mit dichter Randbebauung genehmigen würde (bereits entwidmet), auch dass in bbi viel Geld verbuddelt wurde, was man nicht verschwendet haben will, sollte doch den Leuten zu denken geben.

      Ach ja: ich bin auch für Flugbetrieb, aber nur für Helikopterrundflüge. Warum bietet die egtl. niemand mehr an?
  • Richtig „halbliter“ SIE TRÄUMEN!

    Wir können froh sein, das ihre Träumereien keinen Schaden für berlin anrichten. Hoffe ich!

    Das wäre der große Unterschied zum Oberträumer Klaus Wowereit, der mit seinen „Träumen“ berlin in Partylaune in den Abgrund zieht.

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