Berlin : Fluglinien hoffen auf US-Investoren

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Die Fluggesellschaften in Tempelhof hegen neue Hoffnung. „Wenn es einen neuen Investor gibt, der Tempelhof übernehmen und als Verkehrsflughafen weiterbetreiben will, sind wir begeistert“, sagte Bernhard Liscutin, Sprecher der dort tätigen Luftverkehrsgesellschaften, zu den jüngsten Plänen für den Flughafen.

Zumindest bis zur geplanten Eröffnung des neuen BBI wollen auch Liniengesellschaften wie Brussels Airlines, Cirrus und InterSky in Tempelhof bleiben. Bei der Interessengemeinschaft City Airport Tempelhof (ICAT) haben sich die amerikanischen Interessenten bisher nicht vorgestellt, so Liscutin, der auch Präsident des Vereins ist. Man könne aber auch mit einer Beschränkung auf kleinere Maschinen mit maximal 50 Tonnen Gewicht leben. Ohne die Linienflieger geht nach seiner Meinung nichts. „Mit ausschließlichem Geschäftsreiseverkehr würde sich der Flugbetrieb nicht tragen.“

Das sehen die Business-Flieger anders. Beim größten Betreiber von Geschäftsreisejets am Zentralflughafen, der Windrose Air, will man sich allerdings zur jüngsten Entwicklung nicht äußern. „Wir haben Stillschweigen vereinbart“, so Firmensprecherin Ursula Hannan.

Ursprünglich hatte auch der frühere Besitzer der Fluggesellschaft dba, Hans-Rudolf Wöhrl, Interesse an einer Übernahme des Zentralflughafens gezeigt. Nach dem Verkauf seiner Airline an die Air Berlin gingen die von ihm nach Tempelhof verlegten Köln/Bonn-Flüge allerdings zurück nach Tegel.

Wie berichtet, will die Flughafengesellschaft die Gebühren für die verbliebenen Fluglinien in Tempelhof erhöhen. Man erwarte noch Korrekturen, habe aber grundsätzlich Verständnis, sagte Airline-Sprecher Liscutin.du-

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