• Förstereien bereiten erlebnisreichen Ausflug vor - nach der Arbeit im Wald wartet ein zünftiges Lagerfeuer

Berlin : Förstereien bereiten erlebnisreichen Ausflug vor - nach der Arbeit im Wald wartet ein zünftiges Lagerfeuer

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Wer jetzt noch einen frischen Weihnachtsbaum braucht, kann ihn auch an diesem Wochenende an bestimmten Orten direkt aus Brandenburger Wäldern holen. Die Revierförstereien haben sich auf den traditionell starken Andrang der Berliner am letzten Adventswochenende eingestellt. Die Termine stehen im Internet unter der Adresse www.brandenburg.de/land/melf oder sind beim Forstministerium unter der Telefonnummer 0331/58 74 166 zu erfragen.

Ein besonderes Erlebnis haben die Oberförstereien Sperenberg und Baruth für Sonnabend und Sonntag vorbereitet. Denn hier kann sich jedermann nicht nur seinen eigenen Weihnachtsbaum aussuchen und schlagen, sondern sich auch am romantischen Holzfäller-Lagerfeuer erfreuen. Es gibt Wildwurst, Wildsuppe, Glühwein und Knüppelkuchen. Aus heimischen Wäldern werden Hasenkeulen, Schinken, Salami, Knacker, Bratwurst und Speck küchenfertig verkauft. Als Weihnachtsbäume können Blaufichten, Fichten und Douglasien geschlagen werden. Selbst buchstäblich höchste Ansprüche wollen die Förster und Waldarbeiter erfüllen: Die Bäume sind bis zu fünf Meter hoch. Axt oder Säge, Schnur oder Seil sowie waldgerechte Kleidung werden für den Ausflug empfohlen. Treffpunkt für die Aktion ist der Ort Merzdorf an der B 115, südlich Berlins. Er ist über die B 96 bis Baruth oder die B 101 bis Jüterbog zu erreichen. Links und rechts von Merzdorf befinden sich die Weihnachtsbaumflächen. Wer aus Richtung Baruth kommt, muss einen 850 Meter langen Fußweg vom Parkplatz in den Wald bewältigen. Von Jüterbog kommend, finden die Besucher die Fläche direkt am Parkplatz. Die Wege sind ausgeschildert. Für Nachfragen stehen die Förstereien bereit: Tel. 033703/78 03 oder 033704/66 241.

Das Brandenburger Forstministerium schätzt, dass zum diesjährigen Weihnachtsfest rund 50 000 Bäume aus Brandenburger Wäldern in den einzelnen Wohnstuben, auf Terrassen oder auf Balkonen stehen. Das würde gegenüber 1998 einen Zuwachs um 6000 Exemplare bedeuten. Dennoch werden damit nur zehn Prozent des Bedarfs im Großraum Berlin-Brandenburg aus der einheimischen Region gedeckt.

Eindeutig ist die Meinung der Experten zum möglichen Wässern der Bäume, damit sie ihre Nadeln nicht sofort verlieren. Nur bei Tannen mache das Sinn, hieß es aus dem Ministerium. Die meisten Bäume verschließen durch Harz ihre Wasserleitungsbahnen, so dass kaum Wasser aufgenommen werden könne. Nur die Nähe zur Heizung sollte vermieden werden.

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