Berlin : „Fordern Sie auf, Ihr Anlageverhalten zu korrigieren“

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„Wir wenden uns heute (…) an Sie (…) und fordern Sie auf, Ihr Anlageverhalten zu korrigieren. (…) Wir sind der Meinung, dass es sich um eine sittenwidrige, ja kriminelle Konstruktion der Fonds handelt, an der Sie sich vermutlich unwissentlich beteiligt haben: Wer zum Beispiel beim Fonds LBB9 100 000 DM einzahlte und unter den Spitzensteuersatz fiel, erhielt sofort 46 000 DM vom Finanzamt als Verlustzuweisung zurück. (…) Die Bankgesellschaft selbst garantierte auf 25 Jahre die Miete und sicherte so die Rendite bis zu acht Prozent. (…) letztendlich garantierte jedoch das Land Berlin, erst als Hauptanteilseigner der Bank, dann durch Risikoübernahme diese Luxuskonditionen, die für Sie fast jedes Risiko ausschließen. (…)

Erlauben Sie uns, auf den Zusammenhang zwischen der Risikoübernahme von 21,66 Milliarden Euro (…) und den (…) Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich aufmerksam zu machen. (…) Es kann nicht sein, das die Berliner Bevölkerung – und hierbei besonders die sozial Schwachen – zu Gefangenen des Bankenskandals gemacht werden. Die „Initiative Berliner Bankenskandal“ hat deshalb das Land Berlin und die Bankgesellschaft Berlin aufgefordert, die Konditionen für die Immobilienfonds neu zu verhandeln. Aber auch Sie können dazu beitragen, indem Sie Ihr Anlegerverhalten überdenken (…) Sie können die entschädigungslose Rückgabe der Fondsanteile in 2002 veranlassen, sich auf eine Verkürzung der Garantielaufzeit einlassen oder sogar Gewinnanteile (…) spenden. (…) Wir hoffen sehr, dass Sie Ihren Beitrag beisteuern können, eine grundsätzlich gerechtere Lösung des Berliner Bankenskandals zu ermöglichen. Wir erwarten Ihr Signal der Korrektur.“Tsp

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