Berlin : Forderung nach Tempo 30 Zone: 200 neue Zebrastreifen geplant

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Die Zahl der Zebrastreifen auf Berliner Straßen will der Senat in den nächsten Monaten fast verdreifachen. Zu den bisher 107 markierten Fußgängerüberwegen sollen, wie berichtet, etwa 200 weitere hinzukommen. Auf diese Weise sollen zusammenhängende Wegstrecken für Fußgänger auf Wanderwegen, Grünstreifen und in Einkaufszonen geschaffen werden. Auch in der Schulwegsicherung sollen Zebrastreifen vermehrt eingesetzt werden. "Das betrifft ausschließlich kleine Straßen in Wohngebieten. Mehrspurige Hauptverkehrsstraßen werden weiterhin durch Ampeln abgesichert", betonte Petra Reetz von der Senatsverwaltung für Verkehr. Damit reagierte sie auf Kritik der Landesverkehrswacht, die das Zebrastreifenkonzept als zu gefährlich ablehnt. Bis Mitte September haben die Bezirke noch Zeit, Vorschläge für neue Fußgängerüberwege zu machen. "Anschließend werden wir jeden einzelnen Vorschlag mit der Verkehrspolizei abstimmen", so Reetz. Noch in diesem Jahr soll eine große Anzahl von Zebrastreifen geschaffen werden.

Auch an der Kochstraße / Friedrichstraße sollen Fußgänger gegenüber dem Autoverkehr weiterhin den Vortritt erhalten. Die Senatsverwaltung betrachtet den Versuch, bei dem Fußgänger die Kreuzung diagonal überqueren können, als erfolgreich. Die Kreuzung soll bleiben. Und nicht nur das: Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen Verkehrsexperten Empfehlungen für weitere Kreuzungen aussprechen, an denen die Diagonalüberquerung für Fußgänger eingeführt werden könnte.

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