Berlin : Forum Steglitz wird Familiencenter

Bis Mitte 2006 investieren die Eigentümer 40 Millionen Euro in den Umbau

Im Forum Steglitz an der Steglitzer Schloßstraße haben dessen Betreiber gestern den Umbau für 40 Millionen Euro gestartet. Mit symbolischen Hammerschlägen begannen Abrissarbeiten im Untergeschoss des zweitältesten Berliner Einkaufszentrums, das vor 35 Jahren eröffnet hatte. Die Modernisierung soll bis Juni 2006 dauern.

Erste Vorarbeiten laufen seit Anfang Mai. Deshalb mussten die mittelständischen Lebensmittelhändler im „Born-Markt“ im Erdgeschoss bereits ihre Stände schließen; ab August soll es für sie neue Flächen im Untergeschoss geben. Statt einer Markthalle wird es künftig jedoch Ladenräume geben, um Geruchsbelästigungen zu vermeiden.

Wie viele der Markthändler zurückkehren, steht noch nicht fest. Mit einem Teil von ihnen wurden laut Centermanager Heiner Hutmacher inzwischen neue Verträge geschlossen.

Nach und nach werden alle fünf Verkaufsetagen umgebaut. Manche Geschäfte werden das Center verlassen; die meisten der bisher 65 Ladenmieter ziehen aber lediglich ab Juni innerhalb des Hauses um, damit der Verkauf trotz der Arbeiten weitergehen kann.

Eigentümer des Centers ist die britische Immobiliengruppe Hammerson, der in Berlin auch das Einkaufszentrum „Märkische Zeile“ in Reinickendorf gehört. Für den Betrieb ist die britische Firma Donaldsons zuständig. „Wir wollen noch mehr zum Familien-Center werden“, sagte der deutsche Donaldsons-Chef Hubertus Kobe. So soll sich das Forum auch von seinen künftigen Konkurrenten abheben. Denn am alten Rathaus Steglitz entsteht zurzeit die „Schloßgalerie“, und am Walther-Schreiber-Platz ist ein weiteres Center geplant.

Im Forum Steglitz wächst die Fläche um 6000 auf 32 000 Quadratmeter. Neu hinzu kommt ein 4000 Quadratmeter großes Ärztezentrum im fünften Stock. Der Haupteingang wird vergrößert und die Fassade im unteren Teil mit viel Glas gestaltet. Geplant ist auch ein neues Dach. Innen soll künftig alles „heller und freundlicher“ wirken.

Ein Schwerpunkt ist der Textilhandel. So will H & M seine Filiale deutlich vergrößern. Die Zukunft des Elektronikmarkts Schaulandt nach dem Umbau ist noch unklar. Centermanager Hutmacher legt großen Wert auf Elektronik- und Musikhandel. Aber: „Es gibt auch Nachfrage von anderen Elektronikmärkten.“

Nils Busch-Petersen vom Handelsverband Berlin-Brandenburg lobte das „Bekenntnis“ der Investoren zur Schloßstraße, die „ein besonders wichtiger“ Einzelhandelsstandort sei.

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