Berlin : Frank Henkel (CDU), Inneres und Sport

Noch hält er sich bei Themen, die ihm neu sind, gerne am Sprechzettel mit vorbereiteten Informationen fest. Aber mit jedem Tag im Amt scheint Innensenator Frank Henkel an Sicherheit und an Profil zu gewinnen. Das attestieren ihm sogar politische Gegner. Auch bei der SPD ist man baff, wie schnell der einst zur politischen Provokation neigende Innenpolitiker die Rolle des pragmatischen, modern auftretenden Staatsmannes angenommen hat. Bei der inneren Sicherheit wirke er stellenweise liberaler als sein sozialdemokratischer Vorgänger Ehrhart Körting, wunderte sich jüngst ein SPD-Politiker im Parlament. Das neue Amt bescherte Henkel auch die Einsicht, dass die Innenverwaltung samt Polizei und Verfassungsschutz die Realitäten besser im Blick hat, als er es sich als CDU-Oppositionsführer vorgestellt hätte. Und er ist souverän und unideologisch genug, nicht an alten Feindbildern festzuhalten, sondern sich pragmatisch auf neue Rahmenbedingungen einzustellen. So ist von der vor der Wahl angekündigten Verschärfung des Kampfes gegen Linksextremisten nicht mehr viel zu hören, stattdessen wird der Verfassungsschutz jetzt gegen Neonazis aufgerüstet. Beim Polizeipräsidenten hat er das verfahrene Verfahren von seinem Vorgänger geerbt, macht aber als Nichtjurist beim langwierigen Basteln an einer neuen Ausschreibung bislang auch keine souveräne Figur. Dass Henkel kämpfen kann, hat er beim Ringen mit dem Finanzsenator gezeigt: Da gab es zusätzlich zu mehr Polizisten auch ein gutes Dutzend mehr Feuerwehrleute, auch setzte er sich mit seinem Ansinnen durch, knapp 370 neue Polizisten und Feuerwehrleute trotz Nothaushalts zu verbeamten.lvt

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