Berlin : Frank Steffel: "Sympathie kommt mit der Bekanntheit"

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Die SPD lacht sich ins Fäustchen, die CDU verbirgt ihren Ärger: Frank Steffel ist Schlusslicht. Zumindest in Sachen Sympathie. Die Berliner mögen Frank Steffel einfach am wenigsten von allen fünf Spitzenkandidaten, die sich am 21. Oktober zur Wahl stellen. Eine Forsa-Umfrage hatte es vor kurzem ergeben: Auf der Sympathie-Skala von minus fünf bis plus fünf landete der CDU-Spitzenkandidat bei minus 0,7. Klaus Wowereit ist mit plus 1,7 Primus.

Während Steffel selber zu seinem Umfragewert nichts sagen möchte, verkaufen seine PR-Manager Axel Wallrabenstein und Peter Radunski die Niederlage zumindest nicht als Niederlage. "Das ist doch sogar normal", meint Wallrabenstein. "Schließlich ist der Kandidat ja noch so neu". Erstmal müsse man Steffel ja bekannt machen, bevor die Leute ihn mögen können.

Leider sei aber Steffel den anderen Spitzenkandidaten ausgeliefert, die sich - "vier gegen einen" - auf den CDU-Mann während des bisherigen Wahlkampfes als alleinige Zielscheibe eingeschossen hätten. Drei Offensiven sollen helfen: die derzeit laufende "Sommerkampagne" (Steffel im Bayernurlaub etc.). Zweitens eine "Beraterkampagne", in der Steffel nach und nach einen "Senat" vorstellt, "wie man ihn in Berlin noch nicht gesehen haben wird". Mit Emine Demirbüken (Ausländerbeauftragte in Tempelhof-Schöneberg) hat er vergangene Woche schon einen Anfang gemacht. Dann starte bald auch eine "inhaltliche Kampagne". Bisher, so Radunski, habe man Steffel eher persönlich vorgestellt. "Nun muss er sich auch mehr zur Sache äußern." Wie Wallrabenstein sagt: "Sympathie kommt mit der Bekanntheit". Und wenn nicht? "Naja, Sympathie ist ja sowieso kein bestimmendes Kriterium, Kompetenz ist es."

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