Frankfurter Chipfabrik : Ermittlungen gegen Ex-Minister Fürniß

Sie war eines der vielen gescheiterten Großprojekte in Brandenburg: die Chipfabrik in Frankfurt (Oder). Jetzt hat der vor zwei Jahren geplatzte Deal ein juristisches Nachspiel bekommen.

Potsdam - Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen Brandenburgs ehemaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) und seinen Staatssekretär Wolfgang Vogel. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft am Dienstag. Beide stehen den Angaben zufolge im Zusammenhang mit der Finanzierung der Chipfabrik im Verdacht der Untreue. Gegen Fürniß besteht zudem der Verdacht der Bestechlichkeit.

Die Chipfabrik war im November 2003 an Finanzierungsfragen gescheitert. Mit dem 1,3 Milliarden Euro teuren Projekt sollten rund 1300 Arbeitsplätze entstehen.

Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Potsdam und des Landeskriminalamtes Brandenburg wurden am Dienstag zahlreiche Objekte in Brandenburg, Bayern, Berlin und Hessen durchsucht. Zudem holten die Staatsanwälte Auskünfte bei verschiedenen Behörden ein. So habe es auch an das Wirtschaftsministerium in Potsdam ein Auskunftsersuchen gegeben, sagte ein Ministeriumssprecher. Akten seien zur Verfügung gestellt worden. Der Sprecher legte Wert darauf, dass das Ministerium nicht durchsucht worden sei. (tso/dpa)

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