Französisches Kulturinstitut : Wieder ein wenig Hoffnung für das Maison de France

Wird das Maison de France am Kurfürstendamm doch nicht geschlossen? Laut einem französischen Magazin rudert das Außenministerium in Paris etwas zurück: Noch sei der Verkauf des Hauses nicht beschlossen.

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Französischer Ku’damm. Im Maison de France gibt es – bislang – nicht nur Sprachkurse, sondern auch Theateraufführungen und andere kulturelle Veranstaltungen. Und es laufen natürlich Filme im Kino Cinema Paris im Erdgeschoss. Foto: IMAGO
Französischer Ku’damm. Im Maison de France gibt es – bislang – nicht nur Sprachkurse, sondern auch Theateraufführungen und andere...Foto: IMAGO

Eine Welle von Protesten brach los, als der französische Botschafter Maurice Gourdault-Montagne im April die Schließung des Institut Français an der Ecke Kurfürstendamm und Uhlandstraße ankündigte. Das seit den 50er Jahren als Maison de France bekannte Gebäude soll demnach verkauft und der Kulturbetrieb 2015 in die Botschaft am Pariser Platz verlagert werden, um den französischen Staatshaushalt zu entlasten.

Nun aber hat das Außenministerium in Paris die Bekanntmachung offenbar relativiert. Das französische Magazin „Les Inrockuptibles“ zitiert einen Ministeriumssprecher mit den Worten, die Entscheidung sei noch nicht getroffen“. Die Verkaufspläne würden überprüft. Ob dies eine Folge der starken Kritik ist, ließ der Sprecher offen.

In Berlin hatten sich zahlreiche Kulturpolitiker und Künstler gegen die Aufgabe des Standorts ausgesprochen, und die 50 Mitarbeiter gründeten eine Facebook-Seite zur Rettung. Mehr als 5000 Menschen unterstützen bisher eine Online-Petition auf einer anderen Webseite. Die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf forderte das Bezirksamt auf, alles zu tun, um den „drohenden Kulturverlust“ in der westlichen Innenstadt zu verhindern. Dabei solle auch geprüft werden, ob der bestehende Denkmalschutz für das Gebäude ausgeweitet werden kann, um anderweitige Nutzungen zu erschweren.

Zum Maison de France gehört auch das Kino Cinema Paris, das hauptsächlich französische Filme zeigt und seit 1994 von der Yorck-Gruppe betrieben wird. Deren Chef Georg Kloster will das Kino „auf jeden Fall“ erhalten, in welcher Form auch immer.

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