Berlin : Frauen an der Macht

Ganz oben angekommen: Managerinnen trafen sich zu einem Kongress im Adlon

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Diese Frauen haben es geschafft. Sie sind Managerinnen, Vorstandsmitglieder, arbeiten in gehobenen Positionen. Kein Grund zum Ausruhen, findet nicht nur Jeanne Mason, Vorstand der General Electric Rückversicherung in München. Rund 80 Frauen aus ganz Europa sind am Mittwoch ins Adlon gekommen, um auf einem Kongress über ihre Karriere zu diskutieren und herauszufinden, wie sie ihre berufliche Position noch verbessern können. Frauen aus Spanien, Italien, Großbritannien, Österreich. Junge und alte. Sie alle gehören dem Frauennetzwerk General Electric Women’s Network (GEWN) an, das dem weltweit operierenden Konzern anhängig ist und seit rund fünf Jahren existiert. „Männer knüpfen von Natur aus Netzwerke auf informeller Ebene. Deshalb hatten die Frauen von GE die Idee, ein eigenes Netzwerk zu gründen“, erklärt Jeanne Mason den Hintergrund. Etwa einmal im Jahr kommen die Frauen aus Europa zusammen.

Harte Themen bestimmen das Programm: Da wird weder über die neueste Mode oder Kosmetiktipps geredet, sondern über Führungsstile, Präsentationsstrategien und Wettbewerbsanforderungen debattiert – und das mit Hingabe. Voller Leidenschaft, Enthusiasmus und Neugier sei die Atmosphäre auf der Konferenz, ist Jeanne Mason begeistert. Die 47Jährige engagiert sich seit Februar 2001 in dem Netzwerk, vor allem auf lokaler Ebene ihres Unternehmenszweigs in München – so lange, wie die Amerikanerin auch in Deutschland eingesetzt wird, nach mehrjähriger Tätigkeit in Paris und Mailand. „Ich liebe das an meinem Job. Man kriegt die Welt zu sehen“, sagt Jeanne Mason. Als Vorstandsmitglied gehört sie zu den mächtigsten Personen von General Electric und ist damit eine ideale Ansprechpartnerin für junge Frauen, die noch relativ am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Immer wieder werde sie auf GEWN-Treffen um Karriere-Tipps gebeten. Jeanne Mason rät dann, auch mal Risiken einzugehen und immer mal den Unternehmens- oder Arbeitsbereich zu wechseln. „So baut man ein breites Netzwerk von Unterstützern aus“.

Höhepunkte auf der Konferenz sind für die Amerikanerin die beiden Vorträge des Vorstandsvorsitzenden von General Electric, Jeff Immelt, und des Präsidenten von GE Europa, Charles Alexander. Wegen Immelts wurde der Kongress extra in Berlin angesetzt, weil der oberste Mann des Konzerns anlässlich eines Besuchs beim Kanzler gerade in der Stadt ist. Am Abend, nach der Konferenz, bleibt auch noch ein wenig Zeit für einen persönlichen Plausch mit dem Chef. Und für Cocktails und Canapees. vv

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