Berlin : Frauen griffen 19-Jährige brutal an Messerstiche und Schläge verletzten Opfer schwer

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Eine 19Jährige ist am Sonntagabend von zwei Frauen an der Kantstraße in Charlottenburg brutal geschlagen und von einer von ihnen mit Messerstichen schwer verletzt worden. Die türkischstämmige Neuköllnerin wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand aber nicht. Die Polizei sucht nach den beiden flüchtigen Täterinnen. Die 19-Jährige war mit drei Freundinnen in einem Auto unterwegs. Gegen 23.30 Uhr hielten sie an der Ecke Wilmersdorfer Straße an einer roten Ampel.

Zwei Fußgängerinnen, die neben dem Auto standen, sollen abfällige Bemerkungen gemacht haben. Daraufhin kurbelte die 19-Jährige, die hinten im Autos saß, das Seitenfenster herunter – und bekam sofort einen Faustschlag ins Gesicht. Dennoch stieg sie aus dem Auto aus. Es kam sofort zur Prügelei. Dabei wurde nicht nur geschlagen: Eine der beiden Täterinnen, ebenfalls türkischstämmig und ungefähr im gleichen Alter wie ihr Opfer, stach der jungen Frau mit einem Messer mehrmals in den Arm und an den Hinterkopf. Als die Freundinnen um Hilfe riefen, flüchteten die Täterinnen. Ein Zeuge alarmierte die Polizei.

Eine solch brutale Tat unter Frauen hält Winfried Roll, Leiter für Prävention im Landeskriminalamt, „eher für die Ausnahme“. Bei gefährlichen Körperverletzungen wurden laut Statistik im vergangenen Jahr insgesamt 6662 Tatverdächtige ermittelt. Davon waren 921 Frauen. Hier sind alle Altersgruppen eingeschlossen. Bei Jugendlichen unter 21 Jahren ist der Anteil der weiblichen Tatverdächtigen im selben Jahr leicht zurückgegangen: Von 11 440 auf 10 095. Allerdings sind hier nicht nur Körperverletzungen, sondern alle Delikte gemeint. Die meisten davon sind Ladendiebstähle. Wenn Frauen gewalttätig werden, „dann befinden sie sich fast immer in einer Gruppe“, sagt Roll. Messer würden dabei selten benutzt. Dafür verletzen junge Frauen ihre Opfer oft durch „Kratzen, Beißen oder Haareziehen“, sagt Roll. tabu

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