Berlin : Frauen werden von Ämtern noch oft benachteiligt

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Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat das mal untersucht: Wenn pflegende Angehörige eine Haushaltshilfe beantragten, bekommen männliche Antragssteller sie zu 90 Prozent bewilligt. Frauen aber, die zu Hause einen schwerkranken Menschen pflegen, erhielten nur in 67 Prozent der Fälle die Zusage für die Unterstützung. Inzwischen wird im Amt darauf geachtet, dass mehr der tatsächliche Bedarf berücksichtigt wird – denn hinter der Differenz steckte offensichtlich auch die Einstellung, Frauen könnten das mit dem Haushalt doch allein schaffen.

Das ist ein Beispiel für „Gender Mainstreaming“, das bei der Tagung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen mit Experten von Behörden sowie internationalen Fachleuten benannt wurde. Seit 2002 achten Verwaltungen besonders darauf, beiden Geschlechtern einen gerechten Zugang zu allen gesellschaftlichen Feldern zu ermöglichen. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei) nannte Lichtenberg als positives Beispiel, wo jetzt etwa Sporthallen und Angebote so verändert werden sollen, dass Mädchen die Anlagen in gleichem Maße nutzen können wie Jungen. kög

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