• Freibäder wegen Gewitter gesperrt: Zu heiß zum Schwimmen - Badegäste mussten am Sonntag draußen bleiben

Freibäder wegen Gewitter gesperrt : Zu heiß zum Schwimmen - Badegäste mussten am Sonntag draußen bleiben

Hochsommerwetter - und die Bäder schicken ihre schwitzenden Gäste weg. Aus gutem Grund, sagen die Bäderbetriebe.

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Freibäder sind im Sommer beliebt - und bei Gewitter problematisch.
Freibäder sind im Sommer beliebt - und bei Gewitter problematisch.Foto: picture alliance / dpa

Sonne und Wärme von früh bis spät: Es müssten gute Tage sein für die Berliner Bäderbetriebe. Aber machen die auch das beste daraus? Am Sonnabend stand beispielsweise eine riesige Warteschlange vor dem Columbiabad, weil nur eine Kasse geöffnet war. Und am Sonntagmittag, als bei schwülen 30 Grad das Erfrischungsbedürfnis noch größer wurde, kam gleich gar niemand mehr rein. Und die schon drinnen waren, durften wegen drohender Gewittergefahr nicht mehr ins Wasser. Ähnlich lief es im Prinzenbad, sodass als Ausweichvariante kurzfristig nur Hallenbäder wie das Stadtbad Schöneberg mit seinem kleinen Außenbereich blieben - überfüllt und teils deutlich teurer als die Frei- und Sommerbäder. Und jene, die kurz zuvor noch in die Sommerbäder gekommen waren, trauerten ihrem umsonst gezahlten Eintrittsgeld nach.

Sicherheit geht vor - also gehen die Badegäste raus

Was die Gäste verärgerte, ist aus Sicht der Bäderbetriebe völlig korrekt gelaufen, wie ein Sprecher sagte: "Sobald ein Gewitter naht, sind die Leute aus dem Wasser zu holen, das ist klar geregelt." Im Zweifel habe die Sicherheit immer Vorrang. Der Sonntag war ein solcher Zweifelstag: Bei insgesamt schönem Wetter gab es ein paar sehr kleinräumige, aber heftige Gewitter: In Neukölln hatte es schon am Mittag geblitzt und gedonnert, die City traf es am frühen Nachmittag, in anderen Bezirken kam überhaupt kein Gewitter an. Nur schwül war es überall.

Nächstes Wochenende wird es kühler

Auch für die scheinbar unnötig lange Schlange vor dem Eingang haben die Bäderbetriebe eine Erklärung: Die Wasseraufsicht müsse jederzeit Blick aufs gesamte Becken haben. Insofern könne es nötig sein, bei besonders großem Andrang den Zustrom weiterer Gäste zu begrenzen - und sie notfalls vor der Kasse warten zu lassen, damit das Bad nicht überfüllt sei. "Der am Beckenrand steht, hat die Haftung." In Freibädern sei es besonders schwierig, den Überblick zu behalten, weil dort wechselnde Bewölkung die Lichtverhältnisse ändere und Wind die Wasseroberfläche kräuseln könne.

Am Montag und Dienstag dürfte zumindest niemand wegen Gewittergefahr weggeschickt werden: Erst am Mittwoch kann es nach Auskunft der Wetterdienste in Berlin wieder blitzen und donnern. Danach wird es kühler und nicht mehr ganz so sonnig wie zu Wochenbeginn.

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