• Freie Fluchtwege und geschlossene Türen Sicherheit: Darauf sollten sie in Heimen achten

Berlin : Freie Fluchtwege und geschlossene Türen Sicherheit: Darauf sollten sie in Heimen achten

Woran erkennt man, ob in einem Pflegeheim die Sicherheit ernst genommen wird? Der Tagesspiegel hat mit Pflegeberatern und Experten der Feuerwehr gesprochen und eine Checkliste zusammengestellt. Darauf sollten Sie bei der Auswahl eines Heimes achten:

Das Wichtigste ist: Sind alle Fluchtwege frei und nicht durch Möbel oder Gerätschaften verstellt? Sind alle Brandschutztüren zwischen Fluren und Treppenhäusern geschlossen? Häufig werden diese aus Bequemlichkeit mit Keilen offengehalten.

Gibt es Feuermelder und Handlöscher auf jeder Etage und einen Alarmplan? Gibt es eine zentrale Rauchmeldeanlage oder sind zumindest Rauchmelder an den Zimmerdecken angebracht? Diese sollten das „VdS“-Zeichen (eine Art Tüv) als Qualitätsgarantie tragen.

Sind die Fluchtwege gut sichtbar ausgeschildert und beleuchtet? Das ist wichtig, weil ältere Menschen oft schlechter sehen. Wird das richtige Verhalten im Notfall von den Heim-Mitarbeitern regelmäßig geübt?

Gibt es unübersehbare Orientierungshilfen (Leitsysteme), damit sich die Bewohner im Gebäude zurechtfinden?

Sind gefährliche Stellen, an denen man stolpern und stürzen kann, gut gesichert? Vor Treppen sollten beispielsweise farbige Signalstreifen sein. Wichtig auch: Sind Kanten und Ecken abgerundet? Gibt es rutschfeste Bodenbeläge? Lose Teppiche können gefährliche Stolperfallen sein.

Ist das gesamte Haus barrierefrei?

Hat das Gebäude viel Tageslicht? Sind alle Räume abends hell und blendfrei ausgeleuchtet?

Gibt es in jedem Zimmer und in den Bädern Notfallklingeln oder - strippen? Sind an Toilette und Badewanne Haltegriffe angebracht? Am besten ist es für einen alten Menschen, wenn die Wanne knietief in den Boden eingelassen ist, damit der Einstieg leichter fällt.

Werden die Pflegekräfte an unfallträchtigen Hilfsmitteln regelmäßig geschult? Dazu gehören die vielfältig verstellbaren Pflegebetten sowie die sogenannten „Lifter“, mit denen man bettlägerige Patienten anheben kann. cs/Ha

Die Feuerwehr informiert unter Telefon 387 10-210/211. Im Internet: www.feuerwehr-berlin.de/brandschutz.html

Bei der Polizei informiert der „Ansprechpartner für Seniorensicherheit“ unter 4664 979413. Im Internet: www.berlin.de/polizei/praevention/senioren/

Infos des DRK zum Hausnotruf: www.drk-berlin.de/hnr/

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