Berlin : Freie Schulen: Nachfrage wächst stetig Träger laden ein zum Informationstag

Berlins freie Schulträger legen weiter zu: Von der Grund- bis zur Berufsschule wachsen sie in allen Bereichen. Pro Jahr kommen laut Bildungsverwaltung rund 30 neue Einrichtungen hinzu. Im Grundschulbereich nähert sich der Anteil der Privatschüler der Zehn-Prozent-Marke und liegt damit mehr als doppelt so hoch wie im Bundesschnitt, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Insgesamt ist die Zahl der Privatschüler seit 2002 in Berlin von 17 000 auf 29 700 gewachsen, während die Gesamtschülerzahl sank.

Für die Eltern wird es angesichts der Vielfalt schwierig, den Überblick zu behalten, weshalb die Träger sich dieses Jahr zum zehnten Mal zusammengeschlossen haben, um sich beim Tag der Freien Schulen am 23. September auf einem „Markt der Möglichkeiten“ vorzustellen. Drum herum gruppieren sich etliche Veranstaltungen und Ortstermine unter dem diesjährigen Motto „Wissen, wo’s langgeht“. Im Mittelpunkt steht diesmal das Fach „Erdkunde“.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) würdigte am Mittwoch die Arbeit der Freien Schulen mit einem Besuch in der Evangelischen Schule Lichtenberg. Sie sei „sehr beeindruckt“ von dem Ganztagskonzept der Schule, sagte Scheeres nach ihrem Rundgang in der stark nachgefragten Schule. Die Wahlfreiheit der Eltern sei „wichtig“, sagte sie im Hinblick auf die große Nachfrage. Vertreter der Freien Schulen wiesen am Mittwoch darauf hin, dass einige Schulgründungen an fehlenden Gebäuden scheiterten. Nicht alle Bezirke seien bereit, die Freien Träger zu unterstützen. sve

Mehr Infos zum Tag der Freien Schulen: www.freie-schulen-berlin.de. Zudem gibt es diese Woche einen Infoabend der Freien Evangelischen Immanuel-Schule in Spandau (13.9., 18 Uhr, Im Spektefeld 27a) und eine Feier zum 100. Geburtstag der Berliner Waldschule Gerdes (15.9., 12 Uhr, Kammerspiele Kleinmachnow).

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