Berlin : Freie Schulen wollen Chancengleichheit

Private Bildungsstätten wollen mit Tag der offenen Tür gegen weitere Kürzungen protestieren

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Wer bisher dachte, Privatschulen seien für Privilegierte da, kann sich am Sonntag eines Besseren belehren lassen. Unter dem Motto „Wir sind so frei“ präsentieren sich die nichtstaatlichen Berliner Schulen beim Tag der Freien Schulen. Quer durch die Stadt kann sich jeder ein Bild von der Vielfalt der Einrichtungen machen: vom Eurythmiemärchen in der Emil-Molt-Schule bis zum Wirschaftsfrühstück an der Kant-Oberschule oder einem Brecht-Abend an der katholischen Theresienschule. Eröffnet wird der Tag mit einer Gala im Deutschen Theater mit dem Kabarettisten Frank Lüdecke. Besinnlicher geht es beim interreligiösen Gebet im Französischen Dom zu. Auf dem Markt der Möglichkeiten in der evangelischen Akademie ist Gelegenheit, mit Vertretern der Schulen ins Gespräch zu kommen. „Ziel unserer Veranstaltung ist, einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen“, erklärt Andreas Wegener vom Verein der Privaten Kant-Schulen. Tatsächlich führen die freien Schulen in der öffentlichen Wahrnehmung ein Schattendasein. 121 von ihnen gibt es in Berlin, geführt von über 40 Trägern. Neben den Schulen der großen Kirchen und den Waldorfschulen gehören dazu die Kant-Schulen, die Jüdischen Schulen und zahlreiche kleinere berufsbildende Schulen. Mit der Veranstaltung werben die Träger auch für mehr Chancengleichheit gegenüber öffentlichen Schulen. Die Personalkostenzuschüsse für die Freien Schulen waren in der Vergangenheit gekürzt worden, und die Träger fürchten weiteren Abbau. sxl

Programm im Internet:

Freie-Schulen-Berlin.de

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