Freies W-Lan : In Berlin können hunderte Hotspots jetzt kostenlos genutzt werden

In anderen europäischen Großstädten gibt es schon seit einiger Zeit öffentliches W-Lan. Jetzt hat auch Berlin 650 öffentliche Hotspots für kostenfreies W-Lan freigeschaltet.

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An öffentlichen Plätzen kann man sich jetzt kostenfrei ins W-Lan einloggen, wie beispielsweise am Brandenburger Tor.
An öffentlichen Plätzen kann man sich jetzt kostenfrei ins W-Lan einloggen, wie beispielsweise am Brandenburger Tor.Foto: Gregor Fischer/dpa

In Helsinki existiert es seit 2006, in Paris seit 2007 und in London seit 2012. Öffentliches W-Lan gehört in weiten Teilen Europas zum Standard. Nun ist auch Berlin in die Riege der Hauptstädte mit freien Netzwerken aufgestiegen.

Die Senatskanzlei teilte am Donnerstag mit, dass alle geplanten 650 Zugangspunkte freigeschaltet seien. Dies gälte sowohl in der Innenstadt als auch in den Außenbereichen. Ob als Passant, Tourist oder Geschäftsreisender: Unter dem Namen „_Free_Wifi_Berlin“ können sich Internetnutzer jederzeit kostenlos und unbegrenzt einwählen. Auch Datenschützer können beruhigt sein. Weder eine Anmeldung noch die Eingabe von persönlichen Daten ist dafür notwendig.

In einem ersten Test wurde ein Hotspot in der Nähe des Tagesspiegel ausprobiert.

Hotspots vor allem an touristischen Anlaufpunkten

Schon vor der Fertigstellung des letzten Hotspots wählten sich monatlich 2,8 Millionen Internetnutzer in die bereits bestehenden Berliner Hotspots ein. Neben touristischen Anlaufpunkten wie dem Brandenburger Tor oder dem Fernsehturm, sind vor allem die Gebiete rund um Rathäuser, Bürgerämter, Museen, Schulen und Bibliotheken abgedeckt.

Laut einem Unternehmenssprecher der Betreiberfirma „ABL Social Federation GmbH“ ist ein Missbrauch des Netzes nicht möglich. Eine Firewall und ein Jugendschutzfilter verhinderten den Zugriff auf illegale Download-Seiten und pornografische Inhalte.

Auch BVG stattet weiter aus

Um die flächendeckende Nutzung im gesamten Stadtgebiet zu ermöglichen, sollen in den kommenden Jahren zahlreiche Hotspots hinzukommen. Diesbezüglich stünde man „in konstruktiven Gesprächen mit der Senatskanzlei“.

Derweil treibt auch die BVG ihr Internetangebot weiter voran. Bis Ende 2018 sollen alle U-Bahnhöfe mit frei zugänglichem W-Lan ausgestattet sein.

Ebenso sei in naher Zukunft die Ausstattung der Busse mit Hotspots angedacht. Bis Ende 2016 testete die BVG ein kostenfreies W-Lan-Angebot in 30 Fahrzeugen. Die Auswertung läuft noch. Konkrete Schritte zur Realisierung könnten erst danach erfolgen.

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