Berlin : Freiheit, eiskalt

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VON TAG ZU TAG

Stephan Wiehler über die Rolle der Limonade in der Kriegsführung der USA

Bislang hatte George W. Bush von den Kriegsgegnern nicht viel zu fürchten. Die zerstrittenen Europäer und ein paar hunderttausend Friedensbewegte konnten ihn nicht vom Kriegspfad abbringen. Doch jetzt berührt der Protest den amerikanischen Lebensnerv. Ein italienischer Gastwirt in Kreuzberg schenkt bis auf weiteres keine CocaCola mehr aus – andere schließen sich dem Boykott bereits an. Der Limo, die in Berlin seit Billy Wilders Komödie „Eins, zwei, drei“ zur koffeinhaltigen Waffe im ideologischen Freiheitskampf gegen den Kommunismus wurde, drohen schwere Absatzeinbußen. Auf dem neuen „Coke-Light-Mann“, der am Sonntag in Spandau zur Werbefigur gekürt wurde, ruht jetzt die Hoffnung der Amerikaner, um jedenfalls die kalorienbewusste, weibliche Kundschaft auf Kurs zu halten.

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