Berlin : Freiheitsstrafe: Siebeneinhalb Jahre Haft für jahrelangen Missbrauch der Tochter

Ein 36-jähriger Mann aus Berlin-Treptow ist am Freitag wegen des jahrelangen sexuellen Missbrauchs seiner neunjährigen Tochter zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Er wurde zudem wegen Besitzes kinderpornographischer Fotos schuldig gesprochen.

1996 war es zum ersten sexuellen Kontakt mit der leiblichen Tochter gekommen. Damals war das Mädchen neun Jahre alt. Seit 1998 bis zu seiner Festnahme im März vergangenen Jahres kam es dann einmal wöchentlich zum Geschlechtsverkehr mit dem Kind. Der Familienvater hatte obendrein die sexuellen Handlungen an dem Mädchen fotografiert.

Seit Frühsommer 1999 hatte der Maler mit einer "gewissen Besessenheit", wie es der Richter nannte, Tausende von Bilddateien, darunter kinderpornographische Fotos, auf der Festplatte des Computers gesammelt. Das Gericht glaubte dem Angeklagten, die Bilder gesammelt, sie aber nicht verbreitet zu haben. Der Richter sagte, dem Angeklagten sei es gelungen, sein Tun vor der Ehefrau zu verbergen und das Kind zum Schweigen zu bringen. Er habe ihr damit die Kindheit genommen und für die Zukunft eine Last aufgebürdet. Der Angeklagte sei nicht pädophil. Sein Handeln sei eher der Ersatz für die missglückte Beziehung zur Ehefrau gewesen, hieß es im Urteil.

Ein ähnliches Verfahren vor dem Landgericht Detmold hatte die Ermittler auf die Spur des Berliners geführt. Bei der Hausdurchsuchung im vergangenen Februar waren bei dem Angeklagten dann 8000 Bilddateien auf CD-Rom und Computer gefunden worden, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zum Inhalt hatten.

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