Berlin : Freispruch im Prozess um Doppelmord Autohändler aus Notwehr getötet

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Die tödlichen Schüsse auf zwei ukrainische Autohändler wurden aus Notwehr abgegeben. Zu diesem Urteil kam gestern das Berliner Landgericht und sprach einen 42jährigen Maurer aus Kaulsdorf vom Vorwurf des Doppelmordes frei. Dem Angeklagten sei nicht widerlegt worden, dass er von den beiden Ukrainern angegriffen wurde, hieß es im Urteil. Der Staatsanwalt hatte eine Haftstrafe von achteinhalb Jahren wegen Totschlags gefordert und kündigte bereits Rechtsmittel an.

Die beiden Autohändler waren am 7. Januar wegen eines Geländewagens im Büro von René P. erschienen. Bei den Preisverhandlungen gab es Streit. Als der Angeklagte die 39 und 31 Jahre Männer aufforderte, sein Haus zu verlassen, hätten sie ihm den Weg versperrt, sagte die Vorsitzende Richterin. P. setzte schließlich Pfefferspray ein und wurde daraufhin von einem der beiden Ukrainer mit einer Waffe bedroht. Im Gerangel um die Pistole habe sich ein Schuss gelöst, durch den einer der Autohändler tödlich getroffen wurde. Auf den zweiten Mann habe P. geschossen, um sich gegen einen Angriff mit einem Messer zu wehren. K. G.

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