Berlin : Freiticket zur Karriere

Für Kathrin Leimig und Anna Küfner hat sich die Tagesspiegel-Lektüre gelohnt: Sie studieren gratis an der Pixelapostel-Akademie

Cay Dobberke

Zwei junge Berlinerinnen freuen sich über ihre Tickets zur Karriere: Die 19-jährige Anna Küfner aus Charlottenburg und die 21-jährige Kathrin Leimig aus Schöneberg sind die Siegerinnen in unserem Leserwettbewerb um zwei kostenlose Studienplätze der privaten Kommunikations-Akademie Pixelapostel im Steglitzer Kreisel. Ab Oktober können sie in sechs Semestern den neuen „Bachelor of Media Management“ erlangen. Die Gutscheine haben einen Wert von je 19 800 Euro. In die Endauswahl waren zehn Leser gekommen. Sie hatten vier im Tagesspiegel veröffentlichte Fragen richtig beantwortet und gute schriftliche Bewerbungen eingesandt. Jetzt nahm sich eine fünfköpfige Jury aus Medien- und Marketingexperten sieben Stunden Zeit für sie.

Bei den Prüfungen wurde den Bewerbern noch nichts geschenkt. Es gab einen Wissenstest mit 30 Fragen, von denen niemand mehr als 60 Prozent beantworten konnte. Leicht schien es noch zu erklären, was man unter PR versteht – schließlich sind Public Relations und Marketing die Bereiche, um die es im Studium bei Pixelapostel geht. Den Unterschied zwischen „Internet und Intranet“ zu benennen, fiel einigen Teilnehmern dagegen schwerer. Aus dem Sportbereich stammte zum Beispiel die Frage, aus wie viel Kreisen die Olympischen Ringe bestehen und welche Farben sie haben. In der Kategorie Medien wollte die Jury unter anderem wissen, wo die erste Litfaßsäule stand und wer sie erfunden hatte. In der wohl schwersten Frage ging es um die Abkürzungen „RGB“ und „CMYK“ (zwei Farb-Separationsverfahren aus der Videotechnik).

Aufmerksame Zeitungslektüre zahlte sich für die Tagesspiegel-Leser bei der nächsten Aufgabe aus. Diesmal sollten sie selber zwei druckreife Meldungen schreiben. Die Grundlage waren echte Mitteilungen der Polizei und Feuerwehr. Anschließend wurden fünf Themen für Streitgespräche ausgelost. Je zwei Teilnehmer lieferten sich auf einem Podium Pro- und Contra-Rededuelle zu Themen wie „Wahlrecht ab 16?“ oder „Braucht Berlin die Love Parade?“

Bei Kathrin Leimig trug das Thema „Superstar-Suche im TV“ passenderweise dazu bei, dass sie zum Star unter den Bewerbern wurde. Mit Nachdruck kritisierte sie die „Ausbeutung“ junger Talente in den Fernsehshows und den „Personenkult um Dieter Bohlen“. Darüber hinaus werde die „Selbstüberschätzung“ von Teilnehmern und Zuschauern gefördert. Die Schönebergerin überraschte zudem durch Hintergrundwissen über die neuesten Superstars-Shows in arabischen Ländern – zu ihrem Glück hatte sie gerade einen Zeitschriftenartikel darüber gelesen.

Mit dem Bachelor will sich die junge Frau nicht zufrieden geben, sie strebt auch einen anschließenden Master-Abschluss im In- oder Ausland an. Ihr Berufsziel ist „länderübergreifende PR“ für Modefirmen oder andere internationale Unternehmen. Nach dem Abitur hatte sie bereits zwei Semester lang Betriebswirtschaft und neuere Fremdsprachen studiert.

Die zweite Siegerin Anna Küfner gehörte mit ihren 19 Jahren zu den jüngsten Bewerbern. Das Abitur hat sie erst in diesem Sommer gemacht und danach gleich mit der Studienplatzsuche begonnen. „Ich wollte nicht verreisen, sondern den Schwung ausnutzen“, sagt sie. Fast ebenso gut wie Anna schnitten zwei weitere Bewerber ab. Den Ausschlag gab das persönliche Vorstellungsgespräch, mit dem der Prüfungstag endete. „Da hat sie stark hinzugewonnen“, lobte Campusleiter Carsten Henning–Ruminski von Pixelapostel. Wo sie später einmal arbeiten möchte, weiß Anna Küfner noch nicht genau. Beide Gewinnerinnen haben die Studien-Fachrichtung „PR und Kommunikationsmanagement“ gewählt. Alternativ hätten sie sich für „Sport- und Eventmanagement“ entscheiden können.

Die acht anderen Bewerber waren natürlich enttäuscht, aber die Tests können trotzdem hilfreich für sie sein. Denn Campusleiter Henning-Ruminski bot an, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Jeder Teilnehmer kann in nächsten Tagen genaue Auskünfte über die persönlichen Stärken und Schwächen aus Sicht der Jury bekommen. Außerdem bleibt die Bewerbung um ein kostenpflichtiges Studium möglich; Pixelapostel hat noch nicht alle der insgesamt 50 Plätze vergeben, mit denen der Hochschulbetrieb im Oktober startet. Tatsächlich überlegte die 20-jährige Nadine Hirsch bereits, wie sie 19 800 Euro durch Jobben zusammenbekommen kann. Sie hatte den Studienführer von Pixelapostel einem befreundeten Grafikdesigner gezeigt und von diesem eine klare Empfehlung bekommen. „Er sagte: Das ist genau das, was man braucht.“

Kostenlose Informationen zum Bachelor of Media Management gibt es mittwochs um 17 Uhr bei Pixelapostel, Kuhligkshofstraße 4 im Steglitzer Kreisel. Tel.: (030) 79742950. Internet: www.pixelapostel.de

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