Freiwilligendienste : Träger fordern mehr Geld

Die Träger von Freiwilligendiensten in Brandenburg wollen mehr Geld vom Land. Damit sollen zusätzliche Stellen für Jugendliche entstehen, die etwa ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren wollen.

Potsdam - Derzeit kämen vom Land und dem Europäischen Sozialfonds rund 1,2 Millionen Euro jährlich, erklärte der Geschäftsführer des Landesjugendrings Brandenburg, Bernd Mones. Es müssten jedoch mindestens drei Millionen Euro sein, um mehr Plätze zu schaffen und die Nachfrage befriedigen zu können.

Nach Angaben der Träger bewarben sich für den Zeitraum 2006/2007 etwa 5000 Jugendliche für das Freiwillige Soziale Jahr. Es existierten jedoch nur 1000 Stellen in den Bereichen Kultur, der Kinder- und Jugendhilfe, dem Sport, der Denkmalpflege und beim Freiwilligen Ökologischen Jahr. Nur das Ökologische Jahr sei derzeit nahezu ausreichend finanziert. "Wir fordern, dass die unterfinanzierten Bereiche wie Kulturarbeit und Wohlfahrtspflege stärker unterstützt werden", betonte der Geschäftsführer des Paritätischen Landesverbandes, Andreas Kaczynski.

Die verschiedenen Träger der Freiwilligendienste werden sich den Angaben zufolge jetzt an die Landespolitiker wenden, um mehr Hilfe zu erhalten. Das Freiwillige Soziale Jahr biete jungen Menschen die einmalige Möglichkeit, sich zu erproben und zu orientieren, erklärte Brigitte Faber-Schmidt vom Kulturland Brandenburg.

Die Freiwilligendienste stehen allen Jugendlichen unabhängig vom Schulabschluss zwischen 16 und 26 Jahren offen, um sich in einem Jahr im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich zu engagieren. Neben einer kleinen finanziellen Vergütung sowie verschiedenen Zuschüssen sind die Jugendlichen in dem Jahr sozialversicherungsrechtlich abgesichert, haben weiterhin Anspruch auf Kindergeld und können an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen. (tso/ddp)

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