Berlin : Fremde Blicke

Fotosafari ausländischer Jugendlicher durch Deutschland ist zu Ende

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Franziska Donner , Leiterin der Berliner Dependance der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GtZ), eröffnete am Freitagabend im Museum für Kommunikation die Ausstellung „imagine Germany – fremde Augen sehen schärfer“. Die GtZ hatte fünfzehn Jugendliche aus acht Ländern drei Wochen lang auf FotoSafari durch Deutschland geschickt. Zwischen den fast hundert Schnappschüssen von Sperrmüllhaufen, Vogelhäuschen und Schwimmbädern findet man Porträts der jungen Künstler. Milly aus Uganda hat ein Supermarktregal voller Fertigsuppen fotografiert. „Ich hatte noch nie Suppen in Tüten gesehen“, sagt die 16-Jährige. Millys gleichaltriger Landsmann Jacob Ojok fotografierte das Werbeplakat eines FKK-Clubs: „So etwas würde es in meinem Land nicht geben“, sagt er ernst. In Berlin lernten die Safaristen die Foto-AG der Mahatma-Gandhi- Schule in Marzahn kennen. Der Chinese Yan Cui war von Schulranzen fasziniert und konnte es kaum fassen, dass hierzulande keine Schuluniformen getragen werden. kpl

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