Berlin : Fressen und gefressen werden – der Senat mischt sich nicht ein

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Der Senat hat tierische Probleme. Besser gesagt: Die CDUFraktion, die die Verwaltung für Stadtentwicklung jetzt mit einer Anfrage namens „Der Senat, die Bandwürmer und nächtliche Massaker in Berlins Gärten“ beschäftigte.

In seiner Kleinen Anfrage wollte der CDU-Abgeordnete Karl-Georg Wellmann von der Senatsverwaltung wissen, ob durch die Zunahme der Fuchspopulation in Berlin Kinder gefährdet seien, weil sie sich über Kontakt mit den Tieren mit dem Fuchsbandwurm infizieren könnten. Und ob die heimische Brandmaus, in Berlin wohl vor allem Kleingärtnern bekannt, durch ihren natürlichen Feind, den Fuchs, im Bestand gefährdet sei.

Der Senat sei sich seiner Verantwortung durchaus bewusst und habe „die aktuelle Öffentlichkeitsarbeit auf die Thematik der Wildtiere in der Stadt ausgerichtet“, heißt es in der Antwort von „Dr. Stimmann, in Vertretung“.

Die Gefahr, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken, sei aber „sehr gering“. Grundsätzlich sollten aber Obstsorten und nach der Gartenarbeit auch Hände gewaschen werden. Um die unter Naturschutz stehende Brandmaus (lateinisch Apodemus agrarius) müsse sich aber niemand sorgen, und Füchse würden auch nicht verfolgt: „Der Senat sieht keine Veranlassung, zu Gunsten der Brandmaus in den Kreislauf der Natur, des ,Fressens und Gefressenwerdens‘ einzugreifen.“ Füchse tragen nach Ansicht des Senats vielmehr zur Sicherung der Tiere auf der Roten Liste bei, die vom Aussterben bedroht sind. Begründung: Füchse fressen Ratten, die ebenfalls als Feinde der kleinen Brandmaus gelten. kög

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