Berlin : Freude über den neuen Ausländerbeauftragten

GAZETELER RÜCKBLICK

Jeden Montag im Tagesspiegel: Ein Rückblick auf die in Berlin erscheinenden türkischen Tageszeitungen.

Günter Piening hat jetzt schon einen Stein im Brett bei den türkischen Berlinern. „Das Erste, was er tun will, ist Türkisch lernen“, titelte die Tageszeitung Milliyet am Donnerstag in ihrer Europa-Beilage. „Ich habe angefangen, Türkisch zu lernen“, zitierte ihn das Blatt. Piening wird am 1. Juni die langjährige Ausländerbeauftragte des Senats, Barbara John, ablösen. Zu diesem Aufmacher zeigte die Milliyet den Neuen an der Seite von Abgeordneten aus der rot-roten Koalitionsregierung. „Dilek Kolat und Ülker Radziwill von der SPD, Giyasettin Sayan und Evrim Baba von der PDS haben ihm viel Glück bei seiner Arbeit gewünscht und ihm alle erdenkliche Unterstützung zugesagt“, hieß es dazu.

Auch die Tageszeitung Türkiye fühlte sich von Piening gebauchpinselt. „Vor zahlreichen deutschen Journalisten hat er auf Türkisch ,Ein Berlin für uns alle‘ gesagt“, berichtete das Blatt. Das soll heißen, dass die Stadt allen Bewohnern gehört, egal woher sie stammen. Die Tageszeitung Hürriyet betonte, dass er dies „in einem sehr klaren Türkisch“ gesagt habe und brachte dazu ein Interview mit ihm.

„Wie können die Berliner Türken Ihnen die Arbeit erleichtern? Was erwarten Sie von ihnen?“, fragte ihn der Leiter des Berlin-Büros von Hürriyet, Ahmet Külahçi. Die Antwort von Piening: „Vor allem sollten sie sich aktiv an politischen Prozessen beteiligen.“ Zum Schluss stellte ihm auch der Hürriyet-Interviewer die Frage aller Fragen: „Wie ist Ihr Verhältnis zur türkischen Sprache?“ Piening antwortete auch der Hürriyet: „Ich habe angefangen, Türkisch zu lernen. Ich bin sicher, dass ich mit Hilfe der Berliner Türken Erfolg haben werde.“ Barbara John hatte ihrerzeit auch versucht, Türkisch zu lernen. Doch sie hat irgendwann resigniert aufgegeben. Die Sprache sei zu schwer für sie, sagte sie. Suzan Gülfirat

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