Berlin : Freund und Feind

Foto: dpa
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Ein deutsches Flugzeug ist abgeschossen worden, nur die Passagiere haben überlebt: Victor Kaufmann, Sohn eines jüdischen Kunsthändlers aus Wien, und dessen SS-Bewacher Rudi Smekal, ehemals sein Freund, der den „Anschluss“ Österreichs an Hitlers Reich als Gelegenheit genutzt hat, Karriere zu machen. Den Absturz hat Rudi schwer verletzt überstanden, Victor sieht die Überlebenschance, wechselt die Kleidung, ist nun plötzlich SS-Mann und Rudi sein Gefangener.

Der Film „Sein bester Feind“ von Wolfgang Murnberger lief bereits auf der Berlinale dieses Jahres. Am Dienstagabend wurde nun Kinopremiere im International an der Karl-Marx-Allee gefeiert, in Anwesenheit des Regisseurs und der Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu (Victor), Georg Friedrich (Rudi) und Uwe Bohm (Standartenführer Midirizek). Die Premiere bildete den glamourösen Rahmen für die Verleihung des diesjährigen Kinoprogrammpreises Berlin-Brandenburg, mit dem das Medienboard unter Geschäftsführerin Kirsten Niehuus 37 herausragende Filmprogramme und besonderes Engagement mit Prämien in Gesamthöhe von 269 000 Euro würdigt. 44 Kinos aus Berlin und 15 aus Brandenburg hatten sich beworben. Für passende Worte zum Thema Arthouse-Kino konnte Regisseur Wim Wenders gewonnen werden.

Der Film kommt am Donnerstag in die Kinos, am selben Tag wie „Baikonur“ von Veit Helmer, der zugleich am Starttag im Kino in der Kulturbrauerei Premiere hat. Erwartet werden neben dem Regisseur auch die Hauptdarsteller Alexander Asochakov, Sitora Farmonova und Marie de Villepin, Tochter des ehemaligen französischen Premierministers Dominique de Villepin. Sie spielt eine französische Weltraumtouristin, die einem kasachischen Dörfler direkt vom Himmel vor die Füße fällt. ac

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