Berlin : Freundin ermordet: neun Jahre Haft

Seine Lebensgefährtin lag auf der Couch, als Sebastian V. ein langes Messer aus seiner Sporttasche nahm. Der 33-Jährige hatte seine 29-jährigen Partnerin am 21. Mai in ihrer Wohnung in Hohenschönhausen hinterrücks angegriffen und ihr die Kehle durchschnitten. Das stand nach dreiwöchigem Prozess für die Richter fest. Wegen heimtückischen Mordes wurde V. zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Das Landgericht ging von einer verminderten Schuldfähigkeit des Mannes wegen seiner starken Alkoholisierung aus. „Es war ein Sekundengeschehen, der Angriff kam für die Frau völlig überraschend, sie hatte keinerlei Chance“, sagte der Richter. Der Angeklagte, ein arbeitsloser Fleischer, hatte nach der Bluttat zwar die Feuerwehr alarmiert. Für die Mutter eines neunjährigen Jungen aber kam jede Hilfe zu spät. V. hatte die Messerattacke über seinen Anwalt gestanden. Er bereue sehr und sei fassungslos. Das Motiv blieb im Dunkeln. Möglicherweise sei ein Streit über ein Gerücht entbrannt, wonach die Frau Wochen zuvor fremdgegangen sein soll, hieß es. Das Urteil entsprach im Wesentlichen dem Antrag der Anklägerin. K.G.

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