Friedrichshain : Grundstücksstreit behindert Uferweg um Stralau

Der Uferweg um die Halbinsel Stralau in Friedrichshain kommt nicht voran: Der Besitzer eines Grundstücks wehrt sich trotz Enteignungsbeschluss weiter gegen die Freigabe einer Uferkante.

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Blick auf das Ufer der Halbinsel Stralau. -Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Berlin Lediglich ein Gelände unterbreche den geplanten Rundwanderweg noch, sagte Herbert Helle, Koordinator der Wasserstadt GmbH für Stralau. Das landeseigene Unternehmen zur Förderung städtebaulicher Entwicklungsgebiete organisiert den Ausbau des Weges. Der Eigentümer der Fläche, Michael Stahlherm, wehrt sich nach eigenen Angaben dagegen, die Uferkante seines Grundstückes frei zu geben. Mitarbeiter der Wasserstadt GmbH, die am Dienstag zur Abtrennung des Streifens anrückten, habe er bereits von der Polizei fortschicken lassen, sagte der Künstler.

Für einen etwa sechs Meter breiten Streifen von Stahlherms Grundstück gebe es bereits einen Enteignungsbeschluss, bestätigten beide Streitparteien. Stahlherm hat dagegen Berufung eingelegt. Im September 2008 soll der Fall erneut verhandelt werden. Bis dahin beansprucht die Wasserstadt GmbH nach eigenen Angaben eine rund 1,60 Meter breite Fläche des Grundstückes am Ufer für sich und will dort einen provisorischen Weg einrichten. Die vor Jahrzehnten zur Uferbefestigung aufgeschüttete Fläche habe das Unternehmen vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) gekauft, sagte Helle. Stahlherm zweifelt dies an.

Der Öffentlichkeit wolle er den Zugang zum Wasser nicht verschließen, betonte Stahlherm. Der Künstler kaufte das Grundstück nach eigenen Angaben 1990 und gründete dort den sogenannten Garten der Künste, der mit einem Café, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen für Besucher offen stand. Vor sechs Jahren sei ihm jedoch die Konzession zur Bewirtschaftung entzogen worden, kritisierte Stahlherm. (mit  ddp)

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