Friedrichshain : Hunderte protestieren gegen rechte Geschäfte

Kleidung als Mittel zur Verbreitung rechtsextremer Ideologie - dagegen protestieren einige hundert Menschen am Frankfurter Tor und ziehen an Läden vorbei, die diese Kleidung verkaufen.

Rund 250 Teilnehmer haben sich Polizeiangaben zufolge am Samstagnachmittag am Frankfurter Tor zu einer Demonstration gegen rechtsextreme Strukturen in Friedrichshain und Lichtenberg versammelt. Initiatoren des Aufzugs sind mehrere linke und Antifa-Gruppen. Die Route des Zuges sollte vom Frankfurter Tor zum S-Bahnhof Friedrichsfelde-Ost führen. Die Polizei hat die Demonstration mit Auflagen versehen. Danach dürfen die Teilnehmer keine Glasflaschen und Büchsen mit sich führen. Zwischenfälle gab es nach Angaben der Sprecherin zunächst nicht.

Die Veranstalter wollten nach eigenen Angaben mit dem Zug durch Friedrichshain und Lichtenberg ein klares Zeichen setzen, dass die Bekämpfung rechter Strukturen in allen Bezirken wichtig sei. Er führt unter anderem an mehreren Einzelhandelsgeschäften vorbei, die in  der rechten Szene beliebte Textilien vertreiben.

Die Veranstalter verweisen in ihrem Demonstrationsaufruf darauf, dass Kleidung als Identifikationsmerkmal mit und in der rechten Szene einen immer größeren Stellenwert habe. Neonazis nutzten Kleidung als Mittel zur Verbreitung ihrer Ideologie und als Zeichen des Zusammenhalts. Dagegen seien Widerstand und Protest notwendig, hieß es weiter. (sf/ddp)

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