FRÜHERE FÄLLE : Einbruchswerkzeug auf vier Rädern

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Ob die Alexa-Einbrecher wussten, dass genau dort, wo sie ihre Tat verübten, früher das Berliner Polizeipräsidium stand? Selbst wenn, wäre es ihnen wohl ebenso egal wie die Videoaufzeichnung in dem Einkaufszentrum und die Alarmanlage. Sie sind nicht die Einzigen, die so dreist vorgehen: Schon häufig sind Autos von Einbrechern eingesetzt worden, auch in Einkaufszentren. Vor zwei Jahren waren Unbekannte mit einem gestohlenen Volvo in die Potsdamer Platz Arcaden gefahren und hatten die Tür zu einem Juwelier aufgerammt. Drei Tage später waren vermutlich dieselben Täter in Steglitz aktiv: Mit einem gestohlenen Ford Fiesta fuhren die Einbrecher über den Bürgersteig, dann durch eine große Schaufensterscheibe des Kaufhauses und gleich weiter bis in die Schmuckabteilung.

Vor 13 Jahren gab es eine solche Tat auch am Alexanderplatz. Im März 2000 fuhren Unbekannte mit einem Audi in den Elektronikmarkt Saturn. Sie erbeuteten damals 200 000 Mark – wesentlich mehr als die Diebe am Sonntag.

Dass das Zehn-Millimeter-Glas des Alexa-Eingangs auch durch einen Gullideckel zerstört werden kann, zeigten Einbrecher im Mai 2008, damals rafften sie Gold und Juwelen bei einem Juwelier zusammen und flüchteten. Über weitergehende Sicherheitsmaßnahmen spricht die Branche nicht gern. So soll zum Beispiel das KaDeWe in manchen Bereichen eine Vernebelungsanlage haben, die bei Alarmauslösung den Tätern die Sicht nehmen soll. Beim spektakulären Millionen-Coup im KaDeWe vor vier Jahren löste die Anlage jedoch nicht aus. Auffällig ist im Alexa, dass neben Media Markt viele Läden, die ihren Kunden einen großzügigen offenen Eingangsbereich bieten wollen, nach Geschäftsschluss nur mit dünnen Rolltoren gesichert sind. Andere haben Falttüren oder Schwingtüren aus Glas. Ha

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